Erzbischof Tichon zelebrierte Liturgie zum Fest der drei Hierarchen in Berlin

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Erzbischof Tichon während der Göttlichen Liturgie zum Fest der drei Hierarchen in der Kirche der Heiligen Sergius von Radonesch in Berlin-Karlshorst. Foto: Diözese Erzbischof Tichon während der Göttlichen Liturgie zum Fest der drei Hierarchen in der Kirche der Heiligen Sergius von Radonesch in Berlin-Karlshorst. Foto: Diözese

Gedenkgottesdienst, Predigt über kirchliche Einheit und Arbeitstreffen prägen den Festtag in der Kirche des heiligen Sergius von Radonesch

Am 12. Februar 2026 feierte Erzbischof Tichon von Rusa, Administrator der Diözese Berlin und Deutschland der Russischen Orthodoxen Kirche, die Göttliche Liturgie zum Gedenktag der drei großen Kirchenlehrer Basilius des Großen, Gregor von Nazianz und Johannes Chrysostomus in seiner Residenzkirche in Berlin-Karlshorst, wie die Diözese auf ihrer Webseite berichtete.

Gemeinsam mit mehreren Geistlichen der Diözese zelebrierte der Erzbischof die Liturgie in der Kirche des heiligen Sergius von Radonesch. Nach der Bittlitanei wurde ein Friedensgebet verlesen, anschließend folgten eine Verherrlichung der drei Hierarchen und ein gemeinsames Gebet zu ihren Ehren.

In seiner Predigt erinnerte Erzbischof Tichon an die zentrale Rolle der drei Kirchenväter für Glaubenslehre und kirchliche Einheit. Er verwies auf den historischen Streit um ihre Vorrangstellung im 11. Jahrhundert, der durch die Einführung eines gemeinsamen Festes beendet worden sei, nachdem die Heiligen selbst ihre Gleichrangigkeit vor Gott bezeugt hätten.

Ausführlich schilderte der Erzbischof die Herausforderungen des 4. Jahrhunderts, insbesondere den Kampf gegen Häresien wie den Arianismus. Basilius der Große habe mit theologischer Klarheit die Wesensgleichheit Christi mit dem Vater verteidigt, während Gregor von Nazianz als „Theologe“ durch seine Lehre viele Gläubige zur Kirche zurückgeführt habe. Johannes Chrysostomus wiederum sei durch seine eindringliche Predigtkraft bekannt geworden, die Herzen der Menschen bewegt habe.

Abschließend rief der Erzbischof die Gläubigen auf, Spaltungen zu vermeiden und ein Leben in Frieden und Einmütigkeit zu führen. Die Ursache vieler Konflikte liege in der Sünde, sagte er unter Bezug auf den Apostel Paulus, und ermutigte dazu, dem Beispiel der Heiligen zu folgen und die Einheit in Christus zu bewahren. Nach der Liturgie hielt der Erzbischof einen Gedenkgottesdienst und traf sich anschließend zu einem Arbeitstreffen mit Pfarrer Andrei Guva aus Mainz. 

Die UOJ berichtete zuvor, dass zwei Athos-Heilige vom Ökumenischen Patriarchat offiziell kanonisiert wurden.
 
 

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