Dringende Herzoperation in örtlichem Krankenhaus Met. Arsenij aufgezwungen
Verteidigung schließt einen Versuch auf einer gewaltsamen medizinischen Intervention oder einen erzwungenen Austausch des Abtes der Swjatogorsker Lawra nicht aus.
Am 5. Januar 2026 wurde bekannt, dass die Einweisung des Abtes der Swjatogorsker Lawra, Metropolit Arsenij, für den 6. Januar in das regionale klinische Zentrum für Diagnostik und Behandlung in Dnipropetrowsk und die Herzoperation für den 7. Januar, den Tag der Geburt Christi, angesetzt wurde, wie im Telegram-Kanal der Lawra mitgeteilt wurde.
Nach Angaben der Verteidigung lehnt Metropolit Arsenij die Behandlung nicht ab, hält jedoch eine Operation in dieser Klinik für lebensgefährlich. Der Metropolit besteht darauf, in einer spezialisierten medizinischen Einrichtung in Kiew behandelt zu werden. „Der Metropolit lehnt die Behandlung nicht ab, er lehnt die Lebensgefahr ab“, betont einer der Anwälte.
Wie die Verteidiger anmerken, verfügt die Klinik in Dnipro nicht über die erforderliche Kompetenz für Operationen dieser Komplexität. Außerdem ist es unmöglich, einen durch anderthalbjähriger Untersuchungshaft geschwächten Organismus innerhalb eines Tages auf einen komplexen chirurgischen Eingriff vorzubereiten. Nach Angaben der Anwälte benötigt der Bischof zunächst eine Rehabilitation und eine umfassende Untersuchung.
Metropolit Arsenij stimmt einer medizinischen Behandlung zu und bittet das Gericht, ihm die Einweisung in das Herzinstitut in Kiew zu genehmigen, wo Ärzte mit großer Erfahrung arbeiten, denen er vertraut. „Umso mehr kann man nicht mit einer angemessenen medizinischen Versorgung durch die Ärzte des Krankenhauses rechnen, aus dem Metropolit Arsenij am 3. November 2025 unter offenem Druck vertrieben wurde“, erklärte der Anwalt.
Trotz der dem Gericht vorgelegten medizinischen Gutachten wurde Metropolit Arsenij am 5. Januar zwangsweise Blut für eine Analyse abgenommen. Nach Angaben der Anwälte ist außerdem für den 6. Januar seine Verlegung aus der Untersuchungshaftanstalt an einen unbekannten Ort geplant. Die Verteidigung schließt einen Versuch einer gewaltsamen medizinischen Intervention oder einen erzwungenen Austausch des Abtes der Swjatogorsker Lawra nicht aus.
Metropolit Arsenij befindet sich seit mehr als anderthalb Jahren in Haft. Während dieser Zeit hat die Verteidigung wiederholt auf die drastische Verschlechterung seines Gesundheitszustandes und die Notwendigkeit einer spezialisierten Behandlung hingewiesen. Zuvor hatten die Anwälte bereits auf den Druck in Fragen der medizinischen Versorgung des Bischofs und das Hinwegsehen der vorgelegten medizinischen Unterlagen durch die Gerichte hingewiesen.
Zuvor hatte die UOJ darüber berichtet, dass das Gericht die Untersuchungshaftanstalt dazu verpflichtet hat, Metropolit Arsenij medizinisch zu untersuchen.