Münster: Schweigemarsch „1000 Kreuze für das Leben“ von Gegenprotest begleitet

Heute 11:44
36
Der Schweigemarsch „1000 Kreuze für das Leben“ in Münster wurde von Gegenprotesten und einem umfangreichen Polizeieinsatz begleitet. Foto: Screenshot Instagram/leon_kbki17 Der Schweigemarsch „1000 Kreuze für das Leben“ in Münster wurde von Gegenprotesten und einem umfangreichen Polizeieinsatz begleitet. Foto: Screenshot Instagram/leon_kbki17

Rund 60 Teilnehmer demonstrierten gegen Schwangerschaftsabbrüche, etwa 600 Menschen protestierten für reproduktive Selbstbestimmung.

Der Schweigemarsch „1000 Kreuze für das Leben“ der Lebensrechtsorganisation EuroProLife ist am Samstag, den 10. Oktober 2026, in Münster von starkem Gegenprotest und einem großen Polizeieinsatz begleitet worden. Rund 60 Teilnehmer zogen am Nachmittag mit weißen Holzkreuzen vom St.-Aegidii-Kirchplatz zum Domplatz, um gegen Schwangerschaftsabbrüche zu demonstrieren, wie die Westfälischen Nachrichten berichteten.

Mehr zum Thema Mehr als 3000 Menschen nahmen am „Marsch für das Leben“ in Wien teil
Bei der Demonstration für den Schutz ungeborener Kinder kritisierten die Teilnehmer geplante Einschränkungen von Protesten vor Abtreibungseinrichtungen.

Ziel der von der christlichen Initiative veranstalteten Gebetsprozession ist ein generelles Verbot von Schwangerschaftsabbrüchen und ein rechtlicher Schutz ungeborenen Lebens ab der Empfängnis. Mit dem Tragen der weißen Kreuze wollen die Aktivisten symbolisch auf die Zahl der täglichen Abtreibungen in Deutschland aufmerksam machen und ein öffentliches Zeichen für ein striktes Abtreibungsverbot setzen. Die Gruppe fordert zudem die Abschaffung von Beratungsangeboten, die eine rechtliche Grundlage für straffreie Schwangerschaftsabbrüche bieten.

Zeitgleich gingen etwa 600 Menschen des Bündnisses für sexuelle Selbstbestimmung und anderer Gruppen auf die Straße, um für das Recht auf legale Abtreibungen und reproduktive Selbstbestimmung einzutreten. Die Polizei musste mehrfach aktiv eingreifen, um ein Zusammentreffen der Lager zu verhindern und den Marschweg freizuhalten.

Im Bereich der Arkaden lösten die Einsatzkräfte eine beginnende Sitzblockade der Gegendemonstranten auf. Zudem kletterten Aktivisten entlang der Route auf Laternen und Bäume, um Banner zu spannen, wie ein Instagram-Video zeigt. Die Polizei stellte Personalien fest und leitete mehrere Strafanzeigen ein. Zudem wird ein politischer Zusammenhang bei einer Statue auf dem Domplatz geprüft, die in der Nacht vor den Demonstrationen beschmiert worden war.

Die UOJ berichtete zuvor, dass der emeritierte Wiener Kardinal Schönborn in einem Interview die hohe Zahl von Kirchenaustritten beklagt und sich gegen staatliche Eingriffe beim Kinderkopftuch ausspricht.

Wenn Sie einen Fehler entdeckt haben, wählen Sie den Text aus und drücken Sie Strg + Eingabetaste oder Fehler ausbessern, um ihn der Redaktion zu melden
Wenn Sie einen Fehler im Text finden, markieren Sie ihn mit der Maus und drücken Sie Strg+Enter oder diese Schaltfläche Wenn Sie einen Fehler im Text finden, markieren Sie ihn mit der Maus und klicken Sie auf diese Schaltfläche Der ausgewählte Text ist zu lang!
Weiterlesen