Erzbischof Tichon besuchte moldawische Gemeinde in Berlin

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Erzbischof Tichon zelebrierte am 11. Oktober die Göttliche Liturgie in der Gemeinde zu Ehren des Hl. Großmärtyrers Johann von Suceava in Berlin. Foto: Diözese Erzbischof Tichon zelebrierte am 11. Oktober die Göttliche Liturgie in der Gemeinde zu Ehren des Hl. Großmärtyrers Johann von Suceava in Berlin. Foto: Diözese

Der Geistliche erinnerte an das Gebot aus dem Buch Exodus, Vater und Mutter zu ehren, und hob die Bedeutung von Liebe, Dankbarkeit und Fürsorge für die Eltern hervor.

Die moldawische Gemeinde zu Ehren des Hl. Großmärtyrers Johann von Suceava in Berlin hat am 11. Oktober 2026 die Göttliche Liturgie mit Erzbischof Tichon von Rusa, Administrator der Diözese von Berlin und Deutschland der Russischen Orthodoxen Kirche, gefeiert. Der Gottesdienst am 19. Sonntag nach Pfingsten wurde auf Moldauisch und Kirchenslawisch gehalten. In ihren Predigten widmeten sich Erzbischof Tichon und Erzpriester Ioann Dorosch den biblischen Lesungen und der Bedeutung christlicher Lebensführung, wie die Diözese berichtete.

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Der russisch-orthodoxe Administrator der Diözese zelebrierte in der Auferstehungskathedrale. Im Anschluss gratulierte er Protodiakon Vitalij Sadakov zum 60. Geburtstag.

Erzpriester Ioann Dorosch predigte über das Sonntagsevangelium von der Berufung der Jünger durch Jesus Christus und dem wundersamen Fischfang. Im Mittelpunkt stand die Begegnung der Menschen mit Christus und ihre Bereitschaft, seiner Berufung zu folgen.

Erzbischof Tichon stellte in seiner Predigt die Ehrung der Eltern in den Mittelpunkt. Anlass war der Gedenktag der heiligen Kyrill und Maria, der Eltern des heiligen Sergius von Radonesch. Sergius habe seine Eltern so sehr geliebt und ihren Rat so gewissenhaft befolgt, dass er erst mit ihrem Segen ins Kloster eingetreten sei. Später hätten auch seine Eltern die Mönchsgelübde abgelegt und ein asketisches Leben geführt. Nach ihrem Tod habe Sergius Menschen, die seinen Rat und Segen suchten, zunächst zum Grab seiner Eltern geschickt, damit sie dort für sie beteten.

Als Grundlage seiner Ausführungen verwies Erzbischof Tichon auf das Gebot Gottes im Buch Exodus: „Ehre deinen Vater und deine Mutter, damit es dir gut geht und du lange lebst auf Erden“ (2. Mose 20,12). Dieses Gebot nehme unter den göttlichen Geboten eine besondere Stellung ein, da es ausdrücklich mit der Verheißung eines guten und langen Lebens verbunden sei. Die Ehrung der Eltern sei deshalb nicht nur eine familiäre Verpflichtung, sondern auch Ausdruck des Gehorsams gegenüber Gott.

Die Eltern zu ehren bedeute, sie zu lieben, ihnen dankbar zu sein und ihren Rat zu achten. Kinder sollten ihnen in allem gehorchen, was nicht Gottes Willen widerspreche, ihre Handlungen nicht vorschnell verurteilen und Geduld mit ihren Schwächen haben. Ebenso gehöre es zu ihrer Pflicht, die Eltern im Alter zu pflegen und nach ihrem Tod für ihr Seelenheil zu beten. Abschließend rief der Erzbischof die Gläubigen dazu auf, das biblische Gebot im Alltag zu verwirklichen und sich dabei am Vorbild des heiligen Sergius von Radonesch zu orientieren.

Im Anschluss an die Liturgie besprach Erzbischof Tichon mit Erzpriester Ioann Dorosch aktuelle Fragen des Gemeindelebens.

Die UOJ berichtete zuvor, dass der emeritierte Wiener Kardinal Schönborn in einem Interview die hohe Zahl von Kirchenaustritten beklagt und sich gegen staatliche Eingriffe beim Kinderkopftuch ausspricht.

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