Rumänisch-orthodoxe Pfarrersfrauen kamen zum Jahrestreffen nach Tübingen
Die Tagung der Gruppe „Maria Stăniloae“ widmete sich dem christlichen Frauenbild, der Gottesmutter und den heiligen Frauen.
Die Gruppe „Maria Stăniloae“ von Pfarrersfrauen der Rumänisch-Orthodoxen Metropolie von Deutschland, Mittel- und Nordeuropa veranstaltete vom 9. bis 11. Oktober 2026 ihre Jahrestagung in Tübingen. Im Mittelpunkt des Treffens standen die Rolle der Pfarrersfrauen im Spannungsfeld von Weiblichkeit, Kraft und Glauben sowie die Gottesmutter Maria als Vorbild für den kirchlichen Dienst. Gastgeber war die rumänisch-orthodoxe Gemeinde „St. Georg und St. Silouan“ in Tübingen/Reutlingen, wie die Metropolie berichtete.
Das ursprünglich gemeinsam mit der Äbtissin Sofronia Rădulescu aus Iași geplante Programm wurde nach dem Tod ihres Vaters angepasst. Stattdessen standen neben Betrachtungen zur Gottesmutter auch die neu heiliggesprochenen Frauen der Rumänisch-Orthodoxen Kirche im Mittelpunkt. Am Samstag, dem 10. Oktober, befassten sich Vorträge und Workshops mit dem christlichen Frauenbild und der Bedeutung der Gottesmutter sowie mit dem Leben kanonisierter Heiliger. Unter dem Titel „Gleichheit des Seins, Unterschied im Dienst“ wurden die Heiligen in drei Gruppen betrachtet: heilige Nonnen, heilige Mütter und Ehefrauen sowie heilige Beichtmütter. Am zweiten Tagungstag hielt zudem Weihbischof Sofian von Kronstadt dazu einen Vortrag.
Das dreitägige Treffen umfasste Gebete, Gespräche, Arbeitsgruppen und gemeinsame Aktivitäten zur Stärkung des Zusammenhalts. Zum Abschluss nahmen die Teilnehmerinnen am Sonntag an der Bischofsliturgie in der Pfarrkirche von Tübingen teil.
Die 2022 gegründete Gruppe „Maria Stăniloae“ bietet den Pfarrersfrauen der Metropolie Gelegenheit, Erfahrungen aus Familienleben und Gemeindedienst auszutauschen und über ihre eigene Berufung nachzudenken. Neben Präsenz- und Online-Treffen gehören dazu die Veranstaltungsreihen „Freude am Dienen“ und „Workshops der Selbstfindung“. Die Begegnungen sollen die gegenseitige Unterstützung stärken und damit auch den Priesterfamilien und den orthodoxen Pfarrgemeinden zugutekommen.
Die UOJ berichtete zuvor, dass Patriarch Porfirije die Liturgie im Sava-Kloster in Australien leitete.
