Mehr als 3000 Menschen nahmen am „Marsch für das Leben“ in Wien teil
Bei der Demonstration für den Schutz ungeborener Kinder kritisierten die Teilnehmer geplante Einschränkungen von Protesten vor Abtreibungseinrichtungen.
Am 10. Oktober 2026 haben sich in Wien laut Angaben der Veranstalter mehr als 3.000 Menschen zum diesjährigen „Marsch fürs Leben“ versammelt. Unter dem Motto „Österreich ist fürs Leben!“ demonstrierten die Teilnehmer am Karlsplatz für den Schutz ungeborener Kinder, mehr Unterstützung für Schwangere und Familien sowie gegen Euthanasie. An der Veranstaltung beteiligten sich auch mehrere Vertreter der römisch-katholischen Kirche und der österreichischen Politik. Darüber berichtete kath.net.
Ein zentrales Thema war die geplante Einführung von Schutzzonen rund um Abtreibungseinrichtungen, in denen bestimmte Protestaktionen eingeschränkt werden könnten. Anna Soldo, Sprecherin des Marsches, kritisierte das Vorhaben als unverhältnismäßigen Eingriff in die Meinungs-, Religions- und Versammlungsfreiheit. Auch Weihbischof Stephan Turnovszky und Bischof Klaus Küng unterstützten die Veranstaltung. Turnovszky betonte in seiner Predigt die besondere Verantwortung der Gesellschaft gegenüber ungeborenen Kindern und Menschen am Lebensende.
Eine Grußbotschaft übermittelte zudem Kardinal Gerhard Ludwig Müller per Video. Darin warnte er davor, dass der Staat über den Wert des menschlichen Lebens entscheide, und erinnerte an die Verantwortung der Eltern für ihre Kinder. Zu den weiteren Rednern gehörten Vertreter verschiedener Lebensschutzorganisationen sowie Politiker. Der nächste „Marsch fürs Leben“ in Wien ist für den 9. Oktober 2027 geplant.
Zuvor hatte die UOJ berichtet, dass Metropolit Nikolaj und Bischof Hiob ein Patronatsfest in New York gefeiert hatten.
