Priester Matthias Fröse: Am Kreuz Christi wächst die Hoffnung

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Priester Matthias Fröse predigte in Meisenheim über die Hoffnung, die Christen aus dem Kreuz und der Auferstehung Christi schöpfen. Foto: Screenshot YouTube Priester Matthias Fröse predigte in Meisenheim über die Hoffnung, die Christen aus dem Kreuz und der Auferstehung Christi schöpfen. Foto: Screenshot YouTube

Predigt in der russisch-orthodoxen Gemeinde in Meisenheim über unerfüllte Gebete, persönliche Schuld und das Vertrauen auf Gottes Wirken.

Am Sonntag, dem 4. Oktober 2026, sprach Priester Matthias Fröse von der russisch-orthodoxen Gemeinde des Heiligen Christophorus in Mainz in deren Außenstelle Meisenheim über die Hoffnung angesichts unerfüllter Gebete, persönlicher Schuld und unvollendeter Lebenswege. Ausgehend vom Kreuzeswort Christi „Es ist vollbracht“ (Joh 19,30) erläuterte er zum Festabschluss der Kreuzerhöhung, warum Christen auch dann auf Gottes Wirken vertrauen dürfen, wenn sie selbst noch keine Veränderung erkennen. Die Gemeinde veröffentlichte das Video der Predigt auf ihrem YouTube-Kanal.

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Priester Matthias Fröse sprach über Gottes Gnade, die anvertrauten Gaben und die Verantwortung gegenüber dem Nächsten.

In seiner Predigt erinnerte Priester Matthias Fröse daran, wie leicht Menschen angesichts ungelöster Konflikte, unbeantworteter Gebete oder eigener Fehler zu dem Schluss kommen, dass sich nichts mehr ändern werde. Das Kreuz Christi zeige jedoch, dass der menschliche Blick nicht ausreiche, um Gottes Wirken abschließend zu beurteilen. Als Jesus am Kreuz sagte: „Es ist vollbracht“, schien seine Sendung äußerlich gescheitert. Doch Christus habe seine Liebe bis zum Tod bewahrt und durch seine Auferstehung offenbart, dass der Tod nicht das letzte Wort habe.

Der Priester betonte in seiner Predigt, dass Kreuz und Auferstehung untrennbar zusammengehörten. Die Kraft Gottes zeige sich nicht allein darin, dass Wünsche erfüllt oder Schwierigkeiten überwunden würden. Auch wenn Menschen keine unmittelbaren Früchte ihrer Bemühungen sähen, könnten ihre Liebe, ihre Gebete und ihre Versöhnungsversuche ihren Wert behalten. Die Gnade Gottes reiche über die Grenzen des irdischen Lebens hinaus, und selbst der Tod könne die Gemeinschaft mit dem auferstandenen Christus nicht zerstören.

Zugleich ermutigte der Geistliche dazu, angesichts eigener Schuld nicht zu verzweifeln. Er verwies auf eine Überlieferung aus den Sprüchen der Wüstenväter, in der Altvater Sisoes einem immer wieder fallenden Bruder zuruft: „Steh wieder auf!“ Die Möglichkeit zur Umkehr bleibe bestehen: Menschen könnten beichten, um Vergebung bitten und mit Gottes Hilfe neu beginnen. Das eigene Versagen müsse nicht das letzte Wort über ihr Leben haben.

Abschließend rief Priester Matthias Fröse dazu auf, offene Fragen und unvollendete Wege Christus anzuvertrauen und zugleich die eigene Verantwortung wahrzunehmen. Dazu gehöre, um Vergebung zu bitten, ausstehende Aufgaben anzugehen und das Gebet wieder aufzunehmen – auch wenn zunächst nur ein müdes „Herr, erbarme dich“ möglich sei. Christen müssten nicht alles aus eigener Kraft zu einem guten Ende bringen. Im Vertrauen auf die Liebe Christi könnten sie weitergehen, auch wenn ihnen heute noch verborgen bleibe, wie Gott wirken werde.

Die UOJ berichtete zuvor, dass die deutsche Diözese der ROKA die Lebensläufe aller ihrer Bischöfe veröffentlichte.

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