Afghane nach Brandanschlag auf Wuppertaler Synagoge festgenommen
Kirchen verurteilen den Anschlag auf die Bergische Synagoge und bekunden Solidarität mit der jüdischen Gemeinde.
Nach dem Brandanschlag auf die Bergische Synagoge in Wuppertal-Barmen am Donnerstag, dem 17. September 2026, ist ein 37-jähriger Mann afghanischer Staatsangehörigkeit festgenommen worden. Verletzte gab es nicht, der Brand konnte schnell gelöscht werden. Die Kirchen verurteilten die Tat und bekundeten ihre Solidarität mit der jüdischen Gemeinde, wie das katholische Nachrichtenportal domradio.de berichtete.
Ein Mann hatte nach Polizeiangaben eine brennbare Flüssigkeit auf den Treppenstufen vor einem Nebeneingang der Synagoge verteilt und angezündet. Das Feuer wurde unmittelbar gelöscht, es entstand geringer Sachschaden. Die Polizei geht derzeit davon aus, dass der 37-Jährige, der polizeibekannt ist, allein gehandelt hat. Der Staatsschutz ermittelt.
Der Wuppertaler Stadtdechant Dr. Bruno Kurth verurteilte den Anschlag im Namen der katholischen Kirche als Tat des „Antisemitismus und Judenhasses“ und bekundete der jüdischen Kultusgemeinde seine „uneingeschränkte Solidarität“. Der Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, Thorsten Latzel, erklärte, es sei „unsäglich, dass mitten unter uns antisemitische Gewalt und Anschläge stattfinden“. Er bete für die Jüdinnen und Juden in Wuppertal und ganz Deutschland. Der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster, sprach angesichts der Tat von einer „Normalisierung des Judenhasses“. Der Anschlag ereignete sich kurz vor Beginn des höchsten jüdischen Feiertags Jom Kippur am Sonntagabend.
Die UOJ berichtete zuvor, dass Bischof Irenei von London in einem neuen Lehrvideo vor geistlichen Vergleichen mit anderen Gläubigen warnte.