Serbisch-orthodoxe Gemeinde in Graz wächst und wünscht sich eigene Kirche
Rund 200 bis 300 Gläubige gehören zur aktiven Gemeinde – Gottesdienste finden derzeit als Gastgemeinde in einer katholischen Kirche statt.
Die serbisch-orthodoxe Gemeinde in Graz wächst und beteiligt sich aktiv am christlichen Leben der steirischen Landeshauptstadt. Langfristig hofft die Gemeinschaft auf eine eigene Kirche. Darüber berichtete Pro Oriente am 3. September auf seiner Webseite.
Seit März 2025 leitet der 36-jährige Priester Nemanja Micic die serbisch-orthodoxe Gemeinde in Graz. Im Pro-Oriente-Magazin beschreibt er die Gemeinschaft als lebendig und wachsend. Besonders junge Familien, Studierende und Menschen auf der Suche nach einer geistlichen Heimat prägten die Gemeinde.
Eine Herausforderung seien die räumlichen Verhältnisse. Seit November 2024 feiert die Gemeinde ihre Gottesdienste als Gastgemeinde in der römisch-katholischen Pfarre St. Christoph im Stadtteil Thondorf. Langfristig wünsche man sich eine eigene Kirche.
Nach Angaben von Momcilo Stojnic, Präsident des Verbunds der Serben in der Steiermark, leben rund 15.000 Serbinnen und Serben in der Steiermark, etwa die Hälfte davon in Graz und Umgebung. Zur aktiven Gemeinde zählen derzeit rund 200 bis 300 Personen. Besonders in jüngerer Zeit sei die Gemeinschaft gewachsen.
Auch ökumenisch ist die Gemeinde engagiert. Suzana Djukic vertritt sie im Ökumenischen Forum christlicher Kirchen in der Steiermark. Gemeinsame Projekte und persönliche Begegnungen könnten Vorurteile abbauen und das Verbindende zwischen den Kirchen stärken.
Die Gemeinde gehört zur Serbisch-Orthodoxen Kirche, die mit rund 350.000 Gläubigen und etwa 25 Pfarrgemeinden zahlenmäßig größte orthodoxe Kirche in Österreich. Sie ist ein wichtiger Bestandteil des orthodoxen und ökumenischen Lebens im Land und wird derzeit interimistisch vom serbischen Metropoliten Irinej (Bulovic) geleitet.
Die UOJ berichtete zuvor, dass sich orthodoxe Christen am „Marsch für das Leben“ in London beteiligten.