Erzbischof Tichon von Rusa feierte Liturgie im St.-Georgs-Kloster
Zum 13. Sonntag nach Pfingsten predigte der Geistliche über das Gleichnis von den bösen Weingärtnern und ehrte Hegumen Daniil zu dessen 50. Geburtstag.
Am 30. August 2026, dem 13. Sonntag nach Pfingsten und Nachfest der Entschlafung der Allheiligen Gottesgebärerin, zelebrierte Erzbischof Tichon von Rusa, Administrator der Diözese von Berlin und Deutschland der Russischen Orthodoxen Kirche, die Göttliche Liturgie in der Kirche des St.-Georgs-Klosters in Götschendorf, Brandenburg. Unterstützt wurde er vom Abt des Klosters, Hegumen Daniil (Irbits), und Diakon Konstantin Lotikhius. Darüber berichtete die Diözese auf ihrer Webseite.
In seiner Predigt ging Erzbischof Tichon auf das Evangelium vom Gleichnis der bösen Weingärtner ein. Christus habe darin nicht nur den Unglauben und die Ablehnung der Propheten durch die Führer des Volkes dargestellt, sondern zugleich sein eigenes Leiden und seinen Tod vorausgesagt. Das Gleichnis richte sich jedoch auch unmittelbar an die Christen der Gegenwart.
Um Glaubensverlust und Abfall vom Glauben zu vermeiden, müsse man der Sünde und ihren Ursachen entfliehen, erklärte der Erzbischof. Christen seien aufgerufen, auf Gottes Wort zu achten und ihr Leben danach auszurichten. Gott schenke jedem Menschen seinen „Weinberg“ und erwarte gute Früchte. Deshalb rief Tichon die Gläubigen zu Buße und Umkehr auf. Der Herr habe sein Blut vergossen, „um uns das Leben zu schenken“, damit die Menschen Anteil an Wahrheit, Gnade und Heiligkeit erhielten und Erben des Himmelreichs würden.
Im Anschluss an die Liturgie gratulierte Erzbischof Tichon Hegumen Daniil zu dessen 50. Geburtstag. Er verlas die Glückwünsche des Klerus und der Laien der Diözese und überreichte dem Abt als Patriarchalauszeichnung die Medaille des heiligen Seraphim von Sarow.
Dem St.-Georgs-Kloster schenkte der Diözesanverwalter außerdem einen Tabernakel, zwei Altarkreuze und zwei Weihwasserschalen. Hegumen Daniil dankte Erzbischof Tichon für das gemeinsame Gebet und dessen väterliche Fürsorge für das Kloster. Anschließend waren alle Teilnehmer des Gottesdienstes zu einer gemeinsamen Mahlzeit im Klosterhof eingeladen.
Die UOJ berichtete zuvor, dass Bischof Irenei in einem neuen Video darüber spricht, warum Phasen innerer Leere und geistlicher Trockenheit kein Zeichen dafür sind, dass Gott den Menschen verlassen hat.