Mariä Himmelfahrt im serbischen Kloster Srpski Kovin feierlich begangen
Zahlreiche Gläubige aus Ungarn und mehreren Nachbarländern kamen zur zweitägigen Klosterslava zusammen.
Im serbisch-orthodoxen Kloster Mariä Himmelfahrt in Srpski Kovin (Ráckeve) wurde am 28. und 29. August das Fest Mariä Himmelfahrt feierlich begangen. Zu den zweitägigen Feierlichkeiten in dem ältesten serbisch-orthodoxen Wallfahrtsort und der ältesten serbisch-orthodoxen Gründung im heutigen Ungarn nahe Budapest kamen zahlreiche Gläubige aus verschiedenen Teilen Ungarns sowie Gäste aus Serbien, der Republika Srpska und Österreich. Darüber berichtete das Kloster auf seiner Facebook-Seite.
Die zentrale Feier fand am 28. August mit einer Heiligen Hierarchischen Liturgie unter der Leitung von Metropolit Lukian von Buda statt. Gemeinsam mit ihm zelebrierten mehrere Geistliche der serbisch-orthodoxen Kirche sowie Priester Georgije Taborski von der Orthodoxen Kirche der Tschechischen Länder und der Slowakei. Erzpriester Zoran Ostojić sprach in seiner Predigt über die verlesene Evangeliumsstelle und die Bedeutung des Festes der Entschlafung der Allerheiligsten Gottesgebärerin. Musikalisch gestaltet wurde der Gottesdienst vom Chor „Heiliger Seraphim von Sarow“ aus Zrenjanin.
Nach der Liturgie zog eine Prozession um die Klosterkirche, während der die vorgesehenen Evangelienabschnitte verlesen wurden. Im Anschluss weihte Metropolit Lukian neue Mosaiken am Klostertor, die von Mosaikkünstlern aus Odessa in der Ukraine geschaffen wurden. Die Arbeiten konnten mit Unterstützung der Klostergemeinschaft sowie durch Spenden von Stiftern und Wohltätern im Rahmen der weiteren Ausgestaltung und Renovierung des Klosterkomplexes realisiert werden.
Nach der Prozession wurden die Slava-Gaben geweiht und der Slava-Kuchen zu Ehren der Allerheiligsten Gottesgebärerin angeschnitten, der die Klosterkirche geweiht ist. Anschließend kamen die Gläubigen zu einem gemeinsamen festlichen Mahl zusammen. Das kulturelle Programm gestaltete das Folkloreensemble KUD „Mladost“ aus Subotica mit traditionellen Volkstänzen.
Das im 12. Jahrhundert gegründete Kloster Mariä Himmelfahrt gilt als älteste serbisch-orthodoxe Gründung im heutigen Ungarn und wird derzeit mit staatlicher Unterstützung umfassend saniert. Der ungarische Staatssekretär Miklós Šoltes hatte Mittel von rund 250.000 Euro für die Sanierung des Daches angekündigt. Metropolit Lukian äußerte zugleich die Hoffnung auf eine umfassende Restaurierung der Fresken, der Ikonostase und des gesamten Kircheninneren.
Auch das klösterliche Leben hat in den vergangenen Jahren eine neue Belebung erfahren. Im November 2025 wurde im Kloster eine Mönchsweihe gefeiert, bei der der Novize Nikola Džavrić den Mönchsnamen Nestor erhielt. Seit der Wiederaufnahme des klösterlichen Lebens im Jahr 2003 entwickelt sich die geistliche Gemeinschaft des traditionsreichen Wallfahrtsortes kontinuierlich weiter.
Die UOJ berichtete zuvor, dass der Publizist Alexander Kissler den katholischen und evangelischen Kirchen eine „Unterwerfung“ unter den Islam vorwarf.