Patriarch Porfirije rief bei Gedenken an die Opfer des „Sturms“ zur Versöhnung auf
Der serbische Patriarch leitete in Mrkonjić Grad die Panichida für die ermordeten und vertriebenen Serben und warnte vor Hass und innerer Spaltung.
Der serbische Patriarch Porfirije rief die Gläubigen dazu auf, das gebetliche Gedenken an die Opfer der Militäroperation „Sturm“ zu bewahren, ohne Hass und Rache in den Herzen zuzulassen. Seinen Appell richtete der Vorsteher der Serbischen Kirche am 4. August 2026 während der Gedenkveranstaltung in Mrkonjić Grad. Darüber berichtet UOJ in Serbien.
Das Oberhaupt der Serbischen Kirche betete für die ewige Ruhe aller Brüder und Schwestern, die im Verlauf der Ereignisse im August 1995 unschuldig gelitten haben, und hob hervor, dass das Gebet die tiefste und würdigste Form des Gedenkens sei, die nicht nur die Wahrheit bewahre, sondern auch den Menschen vom Bösen befreie.
Seinen Worten zufolge versammeln sich die Serben Jahr für Jahr an verschiedenen Orten, um „gebetlich der unschuldig Gelittenen in der schrecklichen Vertreibung unseres Volkes von den jahrhundertealten Heimstätten zu gedenken“. Der Patriarch erwähnte besonders die Tragödie auf der Straße von Petrovac, wo in den Flüchtlingsströmen Greise, Frauen und Kinder umkamen. „Das Gebet vor dem Angesicht Gottes erhebt sowohl den Schmerz des Opfers als auch die Wunde dessen, der gedenkt“, merkte der Vorsteher an.
Der Patriarch warnte das Volk auch vor inneren Spaltungen und rief dazu auf, nicht zuzulassen, dass der gegenseitige Hass zur Lebensweise werde. Er hob hervor, dass die Serben nur durch die Liebe zum eigenen Volk fähig wären, andere zu achten und zu lieben.
„Indem wir unserer Leidenden und der Heimat gedenken, gedenken wir, wer wir sind, wessen wir sind und wem wir gehören. Wir aber gehören Christus, Seiner Kirche, einander und dem orthodoxen serbischen Volk“, hob Patriarch Porfirije hervor.
Zum Abschluss rief der Patriarch die Gläubigen zur Versöhnung und zur guten Nachbarschaft mit allen Völkern auf, mit denen sie den Lebensraum teilen. Er rief die Worte des verstorbenen Patriarchen Paul in Erinnerung, wonach „der Hass der Liebe weichen muss und die Unruhe dem Frieden“. Das Oberhaupt der Serbischen Kirche betete für die ewige Ruhe aller Brüder und Schwestern, die im Verlauf der Ereignisse im August 1995 unschuldig gelitten haben.
Zuvor hatte die UOJ berichtet, dass der serbische Metropolit Grigorije die Ukraine zur Unterstützung der UOK besucht hatte.