Serbisch-orthodoxes Kloster Hilandar feierte Fest der dreihändigen Gottesmutter
Athos-Kloster beging Patronatsfest seiner himmlischen Beschützerin – Bischof Paisios von Dioklea zelebrierte die Göttliche Liturgie
Das serbisch-orthodoxe Kloster Hilandar auf dem Berg Athos hat am 25. Juli 2026 das Fest der dreihändigen Gottesmutter feierlich begangen. Die als Äbtissin des Klosters und des gesamten Heiligen Berges Athos verehrte Gottesmutter wurde mit einer Vigil, einer bischöflichen Göttlichen Liturgie und einem festlichen Slava-Mahl geehrt, wie das Kloster auf seiner Webseite berichtete.
An den Feierlichkeiten nahmen Bischof Paisios von Dioklea, Vikarbischof von Metropolit Joanikije von Montenegro und der Küsteregion, sowie zahlreiche Geistliche, Mönche vom Berg Athos und Pilger aus Serbien und vielen weiteren Ländern teil. Die Göttliche Liturgie wurde von Bischof Paisios gemeinsam mit Archimandrit Methodius, dem Abt des Klosters Hilandar, sowie Priestern und Mönchen vom Athos und der Serbischen Orthodoxen Kirche zelebriert.
Die Festgottesdienste wurden von traditionellen Athos-Chören musikalisch gestaltet. Nach dem Gebet wurde der mit der Ikone der dreihändigen Gottesmutter geschmückte Altar geweiht. Anschließend setzte sich die Feier mit dem traditionellen Slava-Mahl im Refektorium des Klosters und einer Doxologie im Katholikon fort.
Die Ikone der dreihändigen Gottesmutter zählt zu den bedeutendsten Heiligtümern des Klosters Hilandar. Der Überlieferung nach brachte der heilige Sava sie aus dem Heiligen Land auf den Athos. Nachdem sie später über den serbischen Kaiserhof und das Kloster Studenica nach Hilandar zurückgekehrt war, soll die Gottesmutter selbst erklärt haben, die Äbtissin des Klosters zu sein. Seitdem steht die Ikone auf dem Abtthron im Katholikon, während der jeweilige Abt symbolisch den zweiten Platz einnimmt. Nach athonitischer Tradition gilt die Allerheiligste Gottesgebärerin zudem als Äbtissin des gesamten Heiligen Berges Athos.
Die UOJ berichtete zuvor, dass Patriarch Theophilos III. eine Pilgergruppe aus der deutschen ROKA-Diözese unter Leitung von Metropolit Mark empfing.