Bulgarische Kirche dementiert Abbruch der Liturgie wegen russischer Botschafterin
Die Sofioter Metropolie erklärte, der Gottesdienst sei zu keinem Zeitpunkt unterbrochen worden. Die Unruhe im Gotteshaus sei durch den großen Andrang zur wundertätigen „Hawaii“-Ikone entstanden.
Die Sofioter Metropolie der Bulgarischen Orthodoxen Kirche hat Berichte über einen angeblichen Abbruch der patriarchalen Liturgie am 2. August 2026 zurückgewiesen. In einer offiziellen Erklärung bezeichnete sie entsprechende Meldungen in sozialen Netzwerken und elektronischen Medien als falsch und verleumderisch.
Zuvor war behauptet worden, die Anwesenheit der russischen Botschafterin in Bulgarien, Eleonora Mitrofanowa, habe in der Sofioter Kathedrale der heiligen Nedelja Proteste und Buhrufe ausgelöst. Außerdem hieß es, Patriarch Daniel habe die Lesung verkürzt und den Gottesdienst vorzeitig verlassen.
Die Metropolie erklärte hingegen, die Göttliche Liturgie sei „in keiner Weise unterbrochen“ worden.
Patriarch Daniel habe die Gläubigen bereits während des der Liturgie vorausgehenden Morgengottesdienstes zweimal zu Ruhe und Ordnung aufgerufen.
Grund für die Unruhe sei die große Zahl von Menschen gewesen, die sich zur wundertätigen myrrhenspendenden „Hawaii“-Ikone der Gottesmutter drängten. Die Ikone war zur Verehrung in die Kathedrale gebracht worden.
Nach den Aufrufen des Patriarchen sei der Gottesdienst mit großer Ehrfurcht und Gebet fortgesetzt worden, teilte die Sofioter Metropolie mit.
Die Metropolie rief dazu auf, dass Gott auf die Fürsprache und durch die mütterliche Liebe der Gottesmutter jede Unwahrheit zerstreuen und der Friede Christi die Seelen der Menschen erfüllen möge.
Zuvor hatte die UOJ berichtet, dass ultraorthodoxe Juden in Jerusalem ein armenisches Kloster angegriffen hatten.