Bistum Augsburg kritisierte Geldprämie für Taufen
Die Diözese warnte vor der Verbindung von Sakrament und finanziellen Anreizen und verwies auf die ökumenische Dimension der Taufe.
Das Bistum Augsburg hat die Aktion „Starnberger Schutzengel“ kritisch bewertet, bei der Familien für die Taufe ihres Kindes 500 Euro erhalten. Zwar sei die Spendenbereitschaft grundsätzlich ein Ausdruck christlicher Nächstenliebe, dennoch hinterlasse die enge Verbindung von Sakrament und finanzieller Unterstützung aus kirchlicher Sicht „ein schales Gefühl“. Darüber berichtete katholisch.de.
Nach Auffassung der Diözese stehe jedem Gläubigen der Empfang der Taufe unabhängig von finanziellen Aspekten offen. Da für die Tauffeier keine kirchlichen Gebühren anfallen, sei fraglich, ob eine Geldprämie tatsächlich zur Entscheidung für die Taufe beitrage. Zudem betont das Bistum, dass die Taufe auf einer bewussten Glaubensentscheidung beruhen und nicht durch materielle Anreize in den Mittelpunkt gerückt werden sollte.
Darüber hinaus verweist die Diözese auf die ökumenische Dimension der Taufe. Da die christliche Taufe konfessionsübergreifend anerkannt werde, stelle sich die Frage, ob eine Förderung ausschließlich katholischer Taufen dem ökumenischen Gedanken gerecht werde.
Zuvor hatte die UOJ berichtet, dass das Kloster in München zahlreiche Besucher beim Tag der offenen Tür begrüßt hatte.