Brand in stillgelegter Kirche Herz Mariä in Essen beschädigte Pfarrheim
Feuer brach wenige Wochen nach der Profanierung vermutlich in der Bibliothek im Keller aus; Gemeindearbeit soll dennoch fortgesetzt werden
In der stillgelegten katholischen Kirche Herz Mariä im Essener Stadtteil Altenessen-Nord ist am frühen Morgen des 2. Juli 2026 ein Brand ausgebrochen. Nach Angaben der Feuerwehr stieg dichter Rauch aus dem Keller des Gebäudes auf. Das Feuer entstand vermutlich in der dortigen Bibliothek. Die Kirche war erst am 13. Juni mit einer letzten Eucharistiefeier außer Dienst gestellt worden, berichtete Radio Essen.
Der Keller sollte weiterhin als Pfarrheim genutzt werden. Dort waren unter anderem die Bibliothek, Gemeinderäume sowie zahlreiche Gegenstände aus der Kirche eingelagert, darunter Messdienergewänder, Material für Wort-Gottes-Feiern und Ausrüstung für Jugendfreizeiten. Da die Räume gesichert und verschlossen waren, mussten sich die Einsatzkräfte teilweise gewaltsam Zugang verschaffen. Später unterstützten Gemeindemitglieder die Feuerwehr beim Öffnen der Türen.
Die benachbarte Kindertagesstätte Taka-Tuka-Land blieb von dem Brand unberührt und konnte den Betrieb mit leichter Verzögerung aufnehmen. Trotz des Schadens zeigt sich die Gemeinde entschlossen, ihre Arbeit fortzusetzen. Der ehrenamtliche Mitarbeiter Raphael Dornebusch sprach von einem schmerzlichen Rückschlag, betonte jedoch, dass der Zusammenhalt der Gemeinde groß sei und das Gemeindeleben unabhängig vom Ausmaß der Schäden weitergeführt werden solle. Die Polizei ermittelt zur Brandursache.
Zuvor hatte die UOJ berichtet, dass im Juni ein Bericht 40 antichristliche Hassverbrechen in Europa aufzählte.