Politologe warnt: Pantheon in der Kiewer Lawra könnte UNESCO-Skandal auslösen

07. Juli, 21:21 Uhr
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Der Politikwissenschaftler Konstantin Bondarenko. Foto: Bondarenkos Facebook-Seite Der Politikwissenschaftler Konstantin Bondarenko. Foto: Bondarenkos Facebook-Seite

Politologe K. Bondarenko ist überzeugt, dass der Versuch, auf dem Gelände des Welterbes ein Pantheon zu errichten, für die Ukraine ernste gerichtliche Auseinandersetzungen mit der UNESCO nach sich ziehen wird.

Die Pläne zum Bau eines nationalen Pantheons auf dem Territorium des Kiewer Höhlenklosters werden zu einem Konflikt zwischen der Ukraine und der UNESCO führen. Darüber äußerte sich der Politologe Kost Bondarenko in einem Kommentar gegenüber der UOJ.

„Ich denke, es wird Proteste seitens der UNESCO geben. Ich sehe sehr ernste bürokratische Auseinandersetzungen zwischen der UNESCO und der Ukraine voraus“, sagte der Experte.

Er erinnerte daran, dass das architektonische Ensemble den Anforderungen der Organisation zufolge in der Form erhalten bleiben muss, in der es in die Welterbeliste aufgenommen wurde.

„Jegliche neuen Bauten auf diesem Territorium sind unmöglich. Daher kann die Ukraine in einen sehr schweren internationalen Skandal geraten“, unterstrich Bondarenko.

Der Politologe lenkte auch die Aufmerksamkeit auf die rechtliche Seite der Frage: Die Behörden, so seine Worte, ignorierten bewusst die Normen, die dem Bauen auf dem Gelände des Schutzgebiets entgegenstehen.

„Sie schenken dem Bestehen dieser oder jener normativen Akte oder Beschränkungen keine besondere Aufmerksamkeit. Wenn ohnehin selbst die Verfassung keine Schranke für ihr Handeln darstellt, warum sollten sie dann mit anderen Gesetzbüchern und Akten rechnen? Das nennt man Voluntarismus – wenn Selenskyjs Wille über jedem Gesetz steht“, resümierte er.

Zuvor hatte die UOJ berichtet, dass die georgische Kirche die Bitte der EU um die Förderung gleichgeschlechtlicher Ehen zurückgewiesen hatte.

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