Priester Konstantin Anikin: „Wir brauchen den Glauben des römischen Hauptmanns“

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Priester Konstantin Anikin predigte in Berlin. Archivfoto: Screenshot YouTube Priester Konstantin Anikin predigte in Berlin. Archivfoto: Screenshot YouTube

Russisch-orthodoxer Geistlicher in Berlin ermutigte Christen, ihren Glauben auch in einer säkularen Gesellschaft offen zu bekennen

Priester Konstantin Anikin hat in seiner Predigt am 28. Juni 2026 in der Berliner Gemeinde des Heiligen Isidor der Russisch-Orthodoxen Kirche die Evangeliumslesung von der Heilung des Dieners des römischen Hauptmanns ausgelegt (Mt 8,5–13). Dabei hob er besonders die Verbindung von Glauben, Demut und Geduld im Gebet hervor und ermutigte die Gläubigen, sich auch in einer säkularen Gesellschaft offen zu ihrem Glauben zu bekennen. Die Gemeinde veröffentlichte das Video der Predigt auf ihrem YouTube-Kanal.

Priester Konstantin Anikin bezeichnete den römischen Hauptmann als Beispiel für mutiges Glaubensbekenntnis und tiefe Demut. Viele Christen hätten heute Hemmungen, ihren Glauben öffentlich zu zeigen oder ihre Überzeugungen zu vertreten. Zugleich erinnerte er daran, dass Gott jedes Gebet höre, auch wenn die Antwort nicht sofort sichtbar werde. „Wir brauchen alle den Glauben dieses römischen Hauptmanns, dass wir glauben, dass Christus unsere Gebete erhört.“

Zur Veranschaulichung verwies der Geistliche auf das Leben der Heiligen, insbesondere des heiligen Johannes von Kronstadt und des heiligen Johannes von San Francisco. Deren inniges Gebetsleben und ihre Liebe zur Göttlichen Liturgie seien Vorbilder für Christen. Die Verehrung der Eucharistie mache deutlich, dass in der Liturgie Christus selbst gegenwärtig sei. „Das ist einfach das größte Gut dieser Welt, der größte Schatz dieser Welt.“

Abschließend rief er dazu auf, den Glauben wachsen zu lassen und Gott mit Geduld zu vertrauen. Wer mit reinem Herzen bete und im Glauben standhaft bleibe, dürfe darauf hoffen, dass Gott oft mehr schenke, als der Mensch ursprünglich erbitte.

Die UOJ berichtete zuvor, dass Erzpriester Matthias Zierenberg in seiner Predigt zum vierten Sonntag nach Pfingsten das Spannungsfeld zwischen weltlicher und göttlicher Macht thematisierte. 

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