„Fürchtet euch nicht!“ – Patriarch Porfirije ruft zu Hoffnung, Umkehr und Liebe auf

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Patriarch Porfirije betont in seiner Osterbotschaft die Auferstehung Christi als Antwort auf Angst, Krieg und gesellschaftliche Krisen. Foto: Patriarchat Patriarch Porfirije betont in seiner Osterbotschaft die Auferstehung Christi als Antwort auf Angst, Krieg und gesellschaftliche Krisen. Foto: Patriarchat

Serbisch-orthodoxes Kirchenoberhaupt deutet globale Krisen im Licht der Auferstehung und mahnt zu geistlicher Erneuerung

In seiner Osterbotschaft 2026 wendet sich der serbisch-orthodoxe Patriarch Porfirije gemeinsam mit den Hierarchen der serbisch-orthodoxen Kirche an Klerus und Gläubige. Vor dem Hintergrund von Kriegen, Unsicherheit und gesellschaftlichen Umbrüchen stellt er die Auferstehung Christi als Quelle von Hoffnung, Mut und konkreter Nächstenliebe in den Mittelpunkt. Das Patriarchat veröffentlichte die Osterbotschaft am Karfreitag, dem 10. April 2026, auf seiner Webseite.

Angesichts weltweiter Konflikte und wachsender Angst erinnert der Patriarch an die biblischen Warnungen vor Kriegen und Erschütterungen. Diese seien heute Realität, doch die Botschaft von Ostern widerspreche der Logik der Angst: „Fürchtet euch nicht!“ (Mt 28,5) sei das entscheidende Wort Christi. Die gegenwärtigen Krisen seien daher nicht das letzte Wort der Geschichte, sondern ein Ruf zu Vertrauen, Wachsamkeit und Standhaftigkeit im Glauben.

Zugleich kritisiert Patriarch Porfirije eine Welt, in der menschliches Leid hinter wirtschaftlichen Kennzahlen zurücktrete (vgl. Offb 18,3). Kriege, Ungerechtigkeit und soziale Kälte seien Ausdruck „lebendiger Gräber“ – geprägt von Egoismus, Hass und Sünde. Die Auferstehung Christi stelle dem jedoch eine neue Wirklichkeit entgegen, in der das Leben über den Tod siegt und der Mensch zur Umkehr gerufen ist.

Ein zentrales Motiv der Botschaft ist die geistliche „Nicht-Erkennung“ des Auferstandenen. Wie schon Maria Magdalena (Joh 20,14–16) oder die Emmausjünger (Lk 24,16-35) erkenne auch der moderne Mensch Christus oft nicht sofort. Wahre Erkenntnis entstehe erst durch persönliche Begegnung, Gebet, Eucharistie und Gehorsam gegenüber Gottes Wort. Der Glaube sei dabei kein Zwang, sondern eine freie Antwort des Menschen auf Gottes Angebot.

Die Auferstehung zeige sich nach den Worten des Patriarchen konkret im Alltag – besonders in Vergebung und tätiger Liebe. Wer Hass überwindet und dem Nächsten dient, verwirkliche die Kraft von Ostern. Abschließend ruft Patriarch Porfirije zur Einheit der Gläubigen und zu besonderer Solidarität mit den Serben im Kosovo auf und bekräftigt mit dem Apostel Paulus die österliche Hoffnung: „Tod, wo ist dein Stachel?“ (1 Kor 15,55).



Die UOJ berichtete zuvor, dass der serbische Patriarch Porfirije in diesem Jahr zentrale Gottesdienste zum Osterfest im Kosovo begehen wird.

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