Hilfswerk berichtet über neue Angriffe auf Christen in Ägypten
Nach Angaben von „Christen in Not“ wurde eine koptische Gemeinde in Oberägypten erneut Ziel gewaltsamer Übergriffe.
Das österreichische Hilfswerk „Christen in Not“ (CiN) hat über einen weiteren Angriff auf Christen im oberägyptischen Gouvernement Minya berichtet. Dabei seien Gottesdienstbesucher angegriffen, das Fahrzeug eines Priesters beschädigt und die Stromversorgung einer Kirche unterbrochen worden. Dies teilte Vatican News mit.
Unter Berufung auf Vertreter der Koptischen Kirche erklärte CiN, dass sich die Sicherheitslage nach dem Eingreifen der Polizei zwar beruhigt habe, unter der christlichen Bevölkerung jedoch weiterhin große Verunsicherung herrsche. Generalsekretär Martin Morawetz bezeichnete den Vorfall als Teil eines seit Jahren bestehenden Musters religiös motivierter Gewalt und sprach von einer Zunahme der Anfeindungen gegen Christen seit Beginn des Iran-Krieges.
Die Region Minya zählt seit Jahren zu den Schwerpunkten konfessioneller Spannungen in Ägypten. Das Hilfswerk forderte die Behörden auf, religiös motivierte Gewalt konsequent zu verfolgen und den Schutz christlicher Gemeinden zu gewährleisten. Gleichzeitig unterstützt CiN gemeinsam mit lokalen Kirchen Bildungs- und Sozialprojekte und setzt sich international für Religionsfreiheit ein.
Zuvor hatte die UOJ berichtet, dass in Israel antichristliche Übergriffe im zweiten Quartal deutlich zugenommen hatten.