Sinai als geistliches Gleichnis: Erzpriester Sergey Baburin predigte in Hamburg

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Erzpriester Sergey Baburin predigte über Sinai-Erfahrungen und die geistliche „Leiter“. Archivfoto: Gemeinde Erzpriester Sergey Baburin predigte über Sinai-Erfahrungen und die geistliche „Leiter“. Archivfoto: Gemeinde

Persönliche Pilgererfahrungen, die „Leiter“ des Johannes Klimakos und Beispiele der Neumärtyrer standen im Mittelpunkt der Ansprache

In der russisch-orthodoxen Gemeinde des Heiligen Johannes von Kronstadt in Hamburg hat Erzpriester Sergey Baburin am 21. Februar 2026 einen Predigtabschnitt gehalten, der Reiseerlebnisse mit theologischen Bildern verband. Dabei sprach er über den Berg Sinai, die geistliche Tradition des Klosters der heiligen Katharina und die Bedeutung von Treue und Wachsamkeit im Glaubensleben. Die Gemeinde veröffentlichte die Predigt auf ihrem Telegram-Kanal.

Ausgehend von einer Pilgerfahrt zum Berg Sinai schilderte Erzpriester Sergey Baburin den nächtlichen Aufstieg zum Sonnenaufgang als Bild für den inneren Weg des Menschen. Das langsame Zurückweichen der Dunkelheit und das plötzlich blendende Licht der Sonne deutete er als Hinweis darauf, dass sich der Mensch nur schrittweise dem göttlichen Licht annähern könne. Der Sinai bleibe zudem ein zentraler Ort der biblischen Überlieferung, an dem die Gebote Gottes empfangen wurden.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf dem heiligen Johannes Klimakos, Abt des Sinai-Klosters, dessen Werk „Leiter“ als Anleitung für das geistliche Wachstum gilt. Der Geistliche betonte die Notwendigkeit eines stetigen Fortschritts ohne Hast und verwies auf die bekannte Ikone der „Leiter“, die zugleich Ermutigung und Warnung sei: Auch weit Fortgeschrittene könnten fallen, wenn sie sich ihrer Sicherheit zu sehr gewiss seien.

Zugleich rief der Prediger in der Hamburger Holzkirche dazu auf, die Lebensgeschichten der Heiligen und besonders der Neumärtyrer zu bedenken. Sie seien Beispiele dafür, wie göttliche Gnade im konkreten Leben wirke. Eine erzählte Begebenheit über die Barmherzigkeit der Gottesmutter gegenüber fehlbaren Mönchen unterstrich seine Botschaft, dass selbst Schwache zur Kirche gehören und nicht aufgegeben werden.

Zum Abschluss warnte Erzpriester Sergey Baburin vor der Zerstreuung durch digitale Medien und ermutigte dazu, die innere Treue zur Kirche zu bewahren. Entscheidend sei das persönliche Folgen Christi, ohne sich ständig mit anderen zu vergleichen.

Die UOJ berichtete zuvor, dass eine aktualisierte Liste der Neumärtyrer der Russischen Kirche veröffentlicht wurde.

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