„Nehmen wir Gott in unser Herz auf, wenn dieser zu uns kommt“
Diakon Igor Willimowski deutete das Evangelium von Simeon und Hanna als Aufruf zu Geduld und Vertrauen im Glauben
Am 15. Februar 2026 predigte Diakon Igor Willimowski in der russisch-orthodoxen St.-Barbara-Kirche Krefeld über die geistliche Bedeutung des Hochfestes der Begegnung des Herrn sowie über die Vorbilder Simeon und Hanna aus dem Lukasevangelium (Lk 2,22–41). Die Gemeinde veröffentlichte die Ansprache auf ihrem YouTube-Kanal.
In seiner Auslegung ging Diakon Igor Willimowski vor der Gemeinde in Krefeld auf die alttestamentlichen Vorschriften ein, nach denen Maria das Kind Jesus in den Tempel brachte. Obwohl die Gottesmutter und Christus selbst nicht an das Gesetz gebunden gewesen seien, habe Maria es aus Gehorsam erfüllt. Der Prediger erläuterte zudem die biblischen Hintergründe der Darbringung der Erstgeborenen, die auf die Ereignisse des Exodus zurückgehen.
Breiten Raum nahm die Deutung der Gestalten Simeon und Hanna ein. Simeon habe nach langer Erwartung im Kind Jesus den Erlöser erkannt und mit dem Lobgesang „Nun entlässt du deinen Knecht in Frieden“ das Heil Gottes bezeugt, während seine prophetischen Worte zugleich auf das kommende Leiden Christi hinwiesen. Hanna wiederum sei durch ihr Leben im Gebet und im Tempeldienst ein Beispiel treuer Hingabe gewesen und habe die Ankunft des Messias öffentlich verkündet.
Abschließend rief der Diakon die Gläubigen dazu auf, sich die Geduld und Hoffnung dieser beiden biblischen Zeugen zum Vorbild zu nehmen. Christen seien eingeladen, nicht zu verzagen, wenn sich Erwartungen nicht sofort erfüllten, sondern Gott vertrauensvoll im eigenen Herzen aufzunehmen.
Die UOJ berichtete zuvor, das eine neue Ausgabe des Journals CRISIS für christliche Kultur mit Schwerpunkt USA erschienen ist.