Bischof Sofian: Familie bleibt geistlicher Anker in einer zerrissenen Welt

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Bischof Sofian von Kronstadt in der Hamburger Pfarrei Heiliger Johannes der Täufer. Bischof Sofian von Kronstadt in der Hamburger Pfarrei Heiliger Johannes der Täufer.

Weihbischof der rumänisch-orthodoxen Erzdiözese sprach in Hamburg über christlichen Zusammenhalt und Herausforderungen moderner Lebensrealitäten

Bei einem Besuch in der Hamburger Gemeinde Heiliger Johannes der Täufer hat Bischof Sofian von Kronstadt am Samstag (31. Januar 2026) die Bedeutung der Familie als „Schule demütiger und großzügiger Liebe“ hervorgehoben. Der Weihbischof der rumänisch-orthodoxen Erzdiözese für Deutschland, Österreich und Luxemburg verband seine Ansprache mit dem nationalen Katechesewettbewerb 2026 des Rumänischen Patriarchats, wie er auf seiner Facebook-Seite berichtete.

Gemeinsam mit Priester Vlad Manolache feierte der Bischof am Abend die Vesper in der Gemeinde. Im anschließenden Vortrag stellte er die Familie als von Gott geschenkten Lebensraum vor, in dem der Mensch geboren werde, reife und seine Berufung entdecke. Dieses Verständnis bilde auch den inhaltlichen Kern des diesjährigen Katechesewettbewerbs, an dem mehrere Pfarreien der Erzdiözese, darunter Hamburg, teilnehmen.

In einem offenen Gespräch mit den Gläubigen ging der Weihbischof auf konkrete Sorgen vieler Familien ein. Besonders die weltweite Zerstreuung durch Migration und berufliche Mobilität erschwere ein stabiles Zusammenleben und schwäche häufig den inneren Zusammenhalt. Viele Eltern fühlten sich zwischen Tradition und gesellschaftlichem Druck hin- und hergerissen.

Der Geistliche betonte, dass der Glaube an Gott und die Einbindung in die Pfarrgemeinde zwei verlässliche Stützen seien. Wo Menschen die von Gott gegebene Ordnung der Familie achteten, hätten sie Anteil an dem in ihr liegenden Segen; werde dieser Rahmen jedoch vernachlässigt oder verzerrt, schade der Mensch letztlich sich selbst.

Der Besuch endete mit persönlicher Begegnung und seelsorglichen Gesprächen. Die Gemeinde wertete die Visite als Ermutigung, den Weg einer bewussten christlichen Familienkultur auch unter schwierigen gesellschaftlichen Bedingungen weiterzugehen.

Die UOJ berichtete zuvor, dass serbisch-orthodoxe Gemeinde zur Kreuzverehrung in den Limburger Dom einlädt. 
 
 

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