Vortrag beleuchtete die geistliche Lehre des heiligen Nektarius von Ägina

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Ikonenmaler Martin Rybacki stellte bei der St.-Justin-Konferenz in Geilnau die geistliche Lehre des heiligen Nektarius von Ägina vor. Foto: Screenshot YouTube Ikonenmaler Martin Rybacki stellte bei der St.-Justin-Konferenz in Geilnau die geistliche Lehre des heiligen Nektarius von Ägina vor. Foto: Screenshot YouTube

Ikonenmaler Martin Rybacki sprach bei der St.-Justin-Konferenz über Leben, Demut und das Verständnis von freiem Willen des Heiligen

Bei der Theologischen St.-Justin-Konferenz am 14. und 15. Juli 2026 im serbisch-orthodoxen Kloster in Geilnau an der Lahn hat der Ikonenmaler Martin Rybacki die geistliche Lehre des heiligen Nektarius von Ägina vorgestellt. Im Mittelpunkt standen dessen Lebensweg sowie seine Lehre über den freien Willen, Askese und die Gnade Gottes. Das Kloster veröffentlichte den Vortrag nach der Konferenz auf seinem YouTube-Kanal.

Martin Rybacki zeichnete zunächst den Lebensweg des 1846 geborenen Heiligen nach – von seiner Kindheit in einer armen Familie bei Konstantinopel über seine Tätigkeit als Lehrer, Mönch und Metropolit von Pentapolis bis zur Gründung des Klosters auf Ägina. Besonderes Gewicht legte er auf die Geduld und Demut, mit der Nektarius Verleumdungen und ungerechte Verfolgungen ertrug. Seine Heiligsprechung erfolgte 1961.

Im theologischen Teil erläuterte der Referent die Lehre des Heiligen vom freien Willen. Der heilige Nektarius verstehe den Menschen als Ebenbild Gottes mit einer besonderen Verantwortung und Würde. Der freie Wille sei gemeinsam mit der göttlichen Gnade Voraussetzung für das Heil. Zugleich beschrieb Rybacki den inneren Kampf zwischen dem geistigen Willen, der auf Gott ausgerichtet ist, und dem fleischlichen Willen, der durch Leidenschaften geprägt wird. Askese, Gebet und die Sakramente dienten dazu, den geistigen Willen zu stärken.

Weitere Themen waren die durch die Sünde verwundete menschliche Natur, die Grenzen rein philosophischer Erkenntnis sowie die Bedeutung der persönlichen Beziehung zu Gott. Rybacki ging zudem auf Gottes Vorsehung, die Rolle der Beichte für das geistliche und gesellschaftliche Leben sowie auf Fragen der Schönheit, der Kunst und der Umkehr im anschließenden Gespräch mit den Teilnehmern ein.

Die UOJ berichtete zuvor, dass der Priestermönch Savatie Baștovoi sein Weihejubiläum mit zahlreichen Gläubigen beging.

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