In Paris fand eine Großdemo gegen geplante Legalisierung der Sterbehilfe statt
Im Rahmen der „Marche pour la Vie“ protestierten Familien, Priester und Nonnen gegen das Sterbehilfegesetz.
Am 18. Januar 2026 haben in der Pariser Demonstration „Marche pour la Vie“ um die 15.000 Menschen teilgenommen. Die Kundgebung richtete sich gegen die geplante Legalisierung der Euthanasie in Frankreich und fand wenige Tage vor einer entscheidenden Debatte im Senat statt. Über die Veranstaltung berichtete unter anderem CNA.
An dem Marsch beteiligten sich Familien, junge Menschen sowie Geistliche und Ordensangehörige. Die Teilnehmenden erinnerten mit dem Motto „50 ans de lutte, 50 ans de fierté“ an den 50. Jahrestag des Veil-Gesetzes von 1975 zur Legalisierung der Abtreibung. Auf Transparenten und Plakaten wurden Slogans getragen, die den Schutz der Menschenwürde betonten und eine stärkere Förderung von Pflege und Begleitung einforderten.
Hintergrund der Proteste ist ein Gesetzentwurf zur Beihilfe zum Suizid, den die französische Nationalversammlung im Mai 2025 verabschiedet hatte. Parallel dazu wurde ein Gesetz zur Stärkung der Palliativversorgung nahezu einstimmig angenommen. Der Entwurf zur Sterbehilfe liegt nun beim Senat, wo sich Vorbehalte abzeichnen. Auch die französischen Bischöfe haben ihre Ablehnung erneut bekräftigt und vor einer gesetzlichen Regelung gewarnt, die aus ihrer Sicht dem Schutz des Lebens widerspricht.
Zuvor hat die UOJ berichtet, dass die St.-Elisabeth-Kirche in Penzendorf an die rumänisch-orthodoxe Gemeinde überging.