Neuer deutschsprachiger Band über rumänische Heilige vorgestellt
Präsentation in Nürnberg im Anschluss an Fastenandacht der rumänisch-orthodoxen Gemeinde
In der rumänisch-orthodoxen Kathedrale in Nürnberg ist ein neuer deutschsprachiger Hagiografieband über rumänische Heilige vorgestellt worden. Die Präsentation fand am 6. März 2026 nach der traditionellen Feier der Heiligen Ölung statt, die während der Großen Fastenzeit jeden Freitag zahlreiche Gläubige anzieht, wie die rumänische Metropolie auf ihrer Webseite berichtete.
Autor des Werkes „Heilige der rumänischen Lande“ ist der Theologe und Archimandrit Protosingel Ioan Popoiu, Mitglied des Verwaltungsrats der Rumänisch-Orthodoxen Erzdiözese von Deutschland, Österreich und Luxemburg. In seiner Einführung bei der ersten öffentlichen Präsentation verwies er auf die wachsende Zahl rumänischer Heiliger im orthodoxen Kalender. Besonders hervorgehoben wurden die 16 neuen Heiligen, die 2025 anlässlich des hundertjährigen Bestehens des Rumänischen Patriarchats kanonisiert wurden. Dabei handelt es sich vor allem um Bekenner des Glaubens aus der Zeit der kommunistischen Verfolgung.
Das rund 400 Seiten starke Buch ist eine aktualisierte deutsche Fassung einer früheren spanischen Ausgabe von 2015. Anlass für die Überarbeitung war unter anderem das zunehmende Interesse an orthodoxer Spiritualität im deutschsprachigen Raum, in dem heute mehrere Millionen orthodoxe Christen leben, darunter über eine Million Rumänen in Deutschland.
Das Buch enthält 115 Beiträge zu einzelnen Heiligen des rumänischen Kalenders mit biografischen Angaben, theologischen Erläuterungen sowie den jeweiligen liturgischen Hymnen. Herausgegeben wurde es in der Reihe „Deutsch-Rumänische Theologische Bibliothek“ vom Schiller Verlag gemeinsam mit dem Deutsch-Rumänischen Institut „Ex fide Lux“ in Nürnberg; das Vorwort stammt von Metropolit Serafim. Erhältlich ist das Buch u. a, bei orthodoxen Verlag Hagia Sophia.
Die UOJ berichtete zuvor, dass Erzpriester Martinos Petzolt einen Vortrag über das Buch „Die Leiter zum Paradies“ des heiligen Johannes Klimakos hielt.