„Wenn wir Glauben haben, ist alles in unserem Leben ein Wunder“
Patriarch Porfirije betont am zweiten Fastensonntag die Bedeutung des gemeinschaftlichen Glaubens und der inneren Umkehr
Am zweiten Sonntag der Großen Fastenzeit, der dem heiligen Gregorios Palamas gewidmet ist, hat der serbisch-orthodoxe Patriarch Porfirije die Heilige Liturgie in der Kirche des Heiligen Evangelisten Markus in Belgrad gefeiert. In seiner Predigt betonte er die Bedeutung von Gebet, Glauben und geistlicher Erneuerung, wie das Patriarchat auf seiner Webseite berichtete.
Patriarch Porfirije erinnerte an die Lehre des Kirchenvaters Gregorios Palamas, der zwischen dem unerkennbaren Wesen Gottes und seinen „ungeschaffenen Energien“ unterscheide, durch die Gott sich den Menschen offenbare. Diese Begegnung mit Gott geschehe vor allem im Gebet, in dem der Mensch seine Bedürftigkeit erkenne und um Erleuchtung bitte. Als Beispiel nannte Patriarch Porfirije das Gebet: „Herr, erleuchte meine Finsternis.“
Ausgehend von der Evangeliumsstelle über die Heilung eines Gelähmten (Mk 2,1-12), den vier Freunde zu Christus bringen, hob der Patriarch die Bedeutung des Glaubens hervor. Die Geschichte zeige, dass Heilung und Veränderung dort möglich seien, wo Vertrauen auf Gott vorhanden sei. Glaube bedeute dabei nicht nur körperliche Heilung, sondern vor allem die Umkehr des Menschen und die innere Erneuerung seines Lebens.
Zugleich betonte der Hierarche den gemeinschaftlichen Charakter des Glaubens. Nicht der individualistische Glaube stehe im Mittelpunkt, sondern der Glaube der Gemeinschaft und der Liebe zum Nächsten. Wie im Evangelium könne auch der Glaube anderer – etwa von Eltern, Freunden oder der kirchlichen Gemeinschaft – Menschen tragen, die selbst im Glauben schwach seien.
Die UOJ berichtete zuvor, dass Bischof Johannes von Branitsa, erster Vikar des Metropoliten von Sofia, vor den geistlichen Folgen der digitalen Welt warnte und zur Rückkehr zu Gebet und innerer Sammlung aufrief.