Im Iran wurden bei Protesten Moscheen in Brand gesteckt
Die Brandstiftungen sind Ausdruck der wachsenden Unzufriedenheit mit der islamistischen Herrschaft nach 46 Jahren.
Am 10. Januar 2026 erschien die Nachricht, dass im Iran sich Hinweise auf eine zunehmende Radikalisierung der Proteste gegen die islamistische Führung des Landes mehren. In sozialen Netzwerken verbreiten sich Videos, die brennende Moscheen zeigen, darunter auch Aufnahmen aus Teheran. Staatliche Stellen sprechen von mehreren Brandanschlägen auf religiöse Gebäude. Unabhängig überprüfen lassen sich die Aufnahmen bislang nicht. Darüber berichtete Report24.
#Breaking: Today, the Islamic Regime of #Iran threatened the protesters who burned down Al-Rasoul mosque of #Saadatabad in #Tehran last night! In response , the protesters have set it on fire again tonight!#IranProtests pic.twitter.com/caRYEgz1UY
— Babak Taghvaee - The Crisis Watch (@BabakTaghvaee1) January 10, 2026
Beobachter sehen darin ein Zeichen dafür, dass sich der Protest nicht allein gegen wirtschaftliche Probleme richtet, sondern zunehmend das religiös legitimierte Herrschaftssystem selbst infrage stellt. Zwar gilt der Iran offiziell als nahezu vollständig muslimisch geprägt, doch viele Proteste und Berichte aus dem Alltag deuten auf eine wachsende Distanz weiter Teile der Bevölkerung zur staatlich verordneten Religiosität hin. Immer wieder wird von offenem Missachten religiöser Vorschriften berichtet.
Die Führung in Teheran geht weiterhin mit harter Repression gegen Demonstrierende vor. Menschenrechtsorganisationen berichten von Festnahmen, Misshandlungen und tödlicher Gewalt durch Sicherheitskräfte. Die aktuellen Entwicklungen verdeutlichen den tiefen Konflikt zwischen der islamistischen Staatsordnung und jenen Teilen der Gesellschaft, die politische und persönliche Freiheiten fordern.
Zuvor hat die UOJ berichtet, dass die CSU mit einer Resolution gegen politischen Islam vorgehen will.