„Die Göttliche Liturgie ist wie ein kleines Pascha“

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Liturgiefeier in der Hamburger Gemeinde des Heiligen Johannes von Kronstadt. Archivfoto: Gemeinde Liturgiefeier in der Hamburger Gemeinde des Heiligen Johannes von Kronstadt. Archivfoto: Gemeinde

Priester Nikita Priymak erläutert in Hamburg die Bedeutung der vorgeweihten Gaben in der Großen Fastenzeit

Am 28. Februar 2026 hat Priester Nikita Priymak in der russisch-orthodoxen Gemeinde des Heiligen Johannes von Kronstadt in Hamburg über Sinn und Geschichte der Liturgie der vorgeweihten Gaben gepredigt. Zum ersten Sonntag der Großen Fastenzeit beglückwünschte er die Gemeinde und besonders die Kommunizierenden zur Teilnahme an den „heiligen und lebensspendenden Geheimnissen Christi“. Die Gemeinde berichtete darüber auf ihrem Telegram-Kanal.

Zu Beginn erinnerte der Priester an die intensiven Gottesdienste der ersten Fastenwoche mit dem Großen Kanon des heiligen Andreas von Kreta sowie an die Feiern der Liturgie der vorgeweihten Gaben am Mittwoch und Freitag. Diese Liturgieform habe sich bereits im 4. Jahrhundert herausgebildet und werde in den Kanones 49 und 51 des Konzils von Laodicea erwähnt. Dort sei festgelegt worden, dass die vollständige Göttliche Liturgie an den Werktagen der Fastenzeit nicht gefeiert werden solle.

„Die Göttliche Liturgie ist wie ein kleines Pascha“, sagte Priester Nikita Priymak und erklärte, sie trage Festcharakter. Deshalb werde sie in der Fastenzeit regulär nur an Samstagen und Sonntagen gefeiert. An den Werktagen hingegen begehe die Kirche eine asketisch geprägte Liturgie mit zahlreichen alttestamentlichen Lesungen, bei der die Gläubigen dennoch die Kommunion empfangen könnten.

Hierzu würden bereits am Sonntag zusätzliche eucharistische Gaben bereitet, getrocknet und im Sakramentshäuschen aufbewahrt. Diese vorgeweihten Gaben würden bei den Wochenliturgien ausgeteilt. Die Kommunion sei ein geistliches „Heilmittel“, auf das die Gläubigen auch während der Fastenzeit nicht verzichten sollten, betonte der Prediger. Im Anschluss an die Predigt wurde eine Panichida für die Verstorbenen der Gemeinde gefeiert.

Die UOJ berichtete zuvor, dass sich Erzpriester Ilya Limberger in einem Vortrag dem spannungsreichen Verhältnis zwischen orthodoxer Seelsorge und moderner Psychiatrie sowie Psychologie widmete.

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