Der heilige Liudger war Missionar und erster Bischof von Münster
Die deutschsprachige orthodoxe Kirchengemeinde in Hannover stellt in ihrer Videoreihe die Heiligen der deutschen Lande vor.
Die deutschsprachige orthodoxe Kirchengemeinde in Hannover, die zur Erzdiözese der orthodoxen Gemeinden russischer Tradition in Westeuropa gehört, widmet ihren neuen Beitrag in der Instagram-Videoreihe über die Heiligen des ersten Jahrtausends der deutschen Lande dem heiligen Liudger von Münster, der um 743 bei Utrecht geboren wurde und als Missionar maßgeblich zur Verbreitung des Christentums bei den Friesen und Sachsen beitrug.
In der achten Folge der Reihe wird das Leben des heiligen Liudger vorgestellt, der bereits als Kind an der Schule des heiligen Gregor von Utrecht unterrichtet wurde. Im Alter von elf Jahren begegnete er dem heiligen Bonifatius. Später setzte er seine Ausbildung bei Alkuin in York fort und wurde zu einem der bedeutenden Missionare des Nordens.
Nach seiner Priesterweihe wirkte Liudger zunächst bei den Friesen und anschließend bei den Sachsen. Karl der Große übertrug ihm die Seelsorge im westlichen Sachsenland. Um 793 gründete Liudger in Mimigernaford ein Kloster, aus dessen lateinischer Bezeichnung „Monasterium“ sich der Name der heutigen Stadt Münster entwickelte. Zudem gründete er das Kloster Werden an der Ruhr, das zu seinem Lebensmittelpunkt wurde.
Im Jahr 805 wurde Liudger von Erzbischof Hildebold von Köln zum ersten Bischof von Münster geweiht. Von dort aus setzte er seine Missionsarbeit fort, taufte Menschen und organisierte die kirchlichen Strukturen. Am 26. März 809 feierte er in Coesfeld und Billerbeck die Göttliche Liturgie und starb noch am selben Abend in Billerbeck im Kreis seiner Gemeinde.
Nach seinem Tod wurde Liudger in Werden beigesetzt, wo seine Gebeine bis heute ruhen. Teile seiner Reliquien gelangten später nach Münster und Billerbeck. Auch in Helmstedt wird er als Stadtpatron verehrt: Dort soll er während eines Feldzugs Karls des Großen gegen aufständische Ostsachsen ein Kloster gegründet haben. Sein Bild findet sich bis heute im Stadtwappen. Die orthodoxe Kirche verehrt ihn als Erleuchter der Sachsen und Friesen.
Die UOJ berichtete zuvor, dass in Wien Jugendliche einen Gottesdienst mit „Allahu Akbar“-Rufen störten.
