Katholischer Familienbund kritisierte Kürzungen bei Familienleistungen
Präsident Ulrich Hoffmann warnte vor steigender Belastung von Familien und fordert stärkere Investitionen in Kinder.
Der Familienbund der Katholiken kritisiert die Haushaltspläne der deutschen Bundesregierung für 2027. Besonders problematisch seien geplante Kürzungen bei gesetzlichen Familienleistungen um mehr als eine Milliarde Euro. Betroffen seien unter anderem Wohngeld, Elterngeld, Unterhaltsvorschuss für Alleinerziehende und der Sofortzuschlag für Kinder aus einkommensarmen Familien. Darüber berichtete das katholische Nachrichtenportal CNA am 10. September 2026.
Familienbund-Präsident Ulrich Hoffmann erklärte, angesichts der niedrigsten Geburtenzahl seit 1946 müsse jedes Kind besonders gefördert werden. Stattdessen würden vor allem Familien belastet, die ohnehin Schwierigkeiten hätten. Von angekündigten Milliardenentlastungen komme bei vielen Familien wegen Inflation und gestiegener Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung nur wenig an.
Kritisch sieht der katholische Verband zudem den unvollständigen Ausgleich der sogenannten kalten Progression. Familien hätten in den vergangenen Jahren erheblich an Kaufkraft verloren, während die Ausgaben für Wohnen, Energie und den Alltag gestiegen seien.
Hoffmann forderte von der Politik eine gerechtere Verteilung der Belastungen. Familien leisteten mit Kindererziehung, Pflege und gegenseitiger Verantwortung einen wichtigen Beitrag zum gesellschaftlichen Zusammenhalt. „Jeder Euro für Kinder kommt mehrfach zurück“, betonte er. Familien dürften deshalb nicht den Eindruck gewinnen, bei Sparmaßnahmen stets als Erste betroffen zu sein.
Die UOJ berichtete zuvor, dass eine neue Ausgabe der orthodoxen Schriftenreihe „Der Schmale Pfad“ erschienen ist.