Seyfriedsberg: Zweiter Tag der offenen Tür zog zahlreiche Besucher an
Klosterbruderschaft der Russischen Orthodoxen Kirche im Ausland informierte über Baufortschritt und Pläne für den neuen Standort.
Am Sonntag, dem 6. September 2026, hat auf Schloss Seyfriedsberg in Bayern zum zweiten Mal ein Tag der offenen Tür der Klosterbruderschaft des Heiligen Hiob von Počaev der Russischen Orthodoxen Kirche im Ausland (ROKA) stattgefunden. Zahlreiche Besucher aus der näheren und weiteren Umgebung kamen auf das Schlossgelände. Unter den Gästen waren auch Interessierte aus verschiedenen deutschen Städten, darunter Berlin, Köln und Stuttgart. Die Bruderschaft berichtete darüber auf ihrem Telegram-Kanal.
Viele Besucher nahmen an Führungen durch das historische Schloss teil und informierten sich über den aktuellen Stand der Bauarbeiten sowie die weiteren Pläne für das Klosterprojekt. Andere nutzten den Tag vor allem zur Begegnung und zum Austausch mit Bekannten in der ruhigen Atmosphäre des künftigen Klosterstandorts.
Für die Bewirtung sorgte unter anderem der Freundeskreis des Klosters mit einem Essensstand. Gegen eine Spende zugunsten des Klosterprojekts wurden verschiedene Speisen angeboten. Borschtsch und Steckerlfisch gehörten ebenso zum Angebot wie Getränke der Freiwilligen Feuerwehr Muttershofen.
Die Klosterbruderschaft des Heiligen Hiob von Počaev plant auf dem zwischen Augsburg und Ulm gelegenen Schlossgelände den Aufbau eines orthodoxen Klosters. Neben der Klosterkirche sollen dort ein Diözesanzentrum und ein Priesterseminar entstehen. Die Bruderschaft ist bislang in München ansässig, sieht dort jedoch keine ausreichenden Möglichkeiten für eine weitere Entwicklung.
Der Aufbau des neuen Standorts ist mit umfangreichen Sanierungs- und Ausbauarbeiten verbunden. Bereits im vergangenen Jahr arbeiteten zahlreiche Helfer und Handwerker daran, das Schloss für seine künftige Nutzung vorzubereiten. Mit der diesjährigen Liturgie am vorgesehenen Standort der Klosterkirche wurde das Projekt erneut sichtbar mit dem Patronatsfest der künftigen Kirche verbunden.
Die UOJ berichtete zuvor, dass Bischof Irenei in einer neuen Videobetrachtung verdeutlichte, dass christliche Einheit nur „Einheit in der Wahrheit“ bedeuten könne.