Erste Göttliche Liturgie in neuer ROKA-Mission in Liechtenstein
Gottesdienst am Fest der Verklärung des Herrn erneuert orthodoxe liturgische Tradition im Fürstentum.
In der neu gegründeten Mission der Russisch-Orthodoxen Kirche im Ausland (ROKA) im Fürstentum Liechtenstein ist erstmals die Göttliche Liturgie gefeiert worden. Der Gottesdienst fand am Fest der Verklärung des Herrn, dem 19. August 2026, in der St.-Johannes-Kirche statt, wie die Diözese von Großbritannien und Westeuropa berichtete.
Die Liechtensteiner Mission war im Mai 2025 durch ein Dekret des regierenden Bischofs der Diözese gegründet worden. Bislang hatte die Gemeinschaft unter anderem an Radoniza und am Dreifaltigkeitssamstag gemeinsam mit der christlich-orthodoxen Religionsgemeinschaft des Fürstentums der verstorbenen Gemeindemitglieder gedacht.
Mit der Liturgie am 19. August wurde nach Angaben der Diözese die Tradition orthodoxer Gottesdienste in Liechtenstein wieder aufgenommen. Diese war 1945 von Geistlichen der ROKA-Pfarrei „Schutz der Mutter Gottes“ in Zürich begründet worden.
Die Liturgie wurde von Priester Georgy Titov, Rektor der Allerheiligen-Gemeinde der ROKA in Frauenfeld, gefeiert. Der regierende Bischof hat ihm die seelsorgliche Betreuung der orthodoxen Gläubigen der ROKA in Liechtenstein anvertraut.
Die UOJ berichtete zuvor, dass Abt Daniil im St.-Georgs-Kloster zum Fest der Verklärung des Herrn über die Berufung des Menschen zur geistlichen Verwandlung sprach.