Schweizer Alpen: Unterirdische Tresore für Superreiche
Unternehmer baut 100 Meter tiefes Tunnelsystem in Lungern – Stellplätze mindestens eine Million Euro.
In der Schweizer Gemeinde Lungern im Kanton Obwalden entsteht ein unterirdischer Sicherheitskomplex für vermögende Kunden. Unternehmer Thomas Gasser lässt im Brünigmassiv ein rund 100 Meter tiefes Tunnelsystem errichten, in dem hochgesicherte Tresore und Lagerräume für großes Vermögen entstehen sollen. Ein Platz kostet mindestens rund eine Million Euro, wie „Figaro Immobilier“, das Immobilien-Medienportal der französischen Mediengruppe rund um die Tageszeitung „Le Figaro“ am 17. August 2026 berichtete .
Gasser, dessen Familienunternehmen auf Untertagebau, Steinbrüche und Sprengarbeiten spezialisiert ist, hatte das Projekt bereits 2020 vorgestellt. Auf dem Gelände betreibt er seit den 1990er-Jahren eine Kaverne, die zunächst als Werkstatt und Lager diente. Später kamen unter anderem ein Restaurant, ein Schießstand und ein Übungsgelände für Feuerwehrleute hinzu. Für das Areal besteht ein 99-jähriger Pachtvertrag.
Geplant sind rund 100 Einheiten unterschiedlicher Größe und Ausstattung. Die Räume sollen unter anderem Platz für Wein, Luxusautos, Schmuck, Kunstwerke oder sinnvolle Daten bieten. Die Kunden erwerben ihre Einheit über einen 99-jährigen Pachtvertrag und erhalten laut Gasser eine eigene Grundstücksnummer im Grundbuch. Der Einstiegspreis liegt vor vier Jahren noch bei etwa 500.000 Euro, kostet mittlerweile eine Einheit mindestens rund eine Million Euro; Mehrere verbindliche Bestellungen liegen bereits vor.
Als Grund für die Nachfrage nennt Gasser die zunehmenden geopolitischen Unsicherheiten. Gegenüber dem Schweizer Rundfunk RTS erklärte er, Dubai habe lange als sicherer Standort gegolten, doch diese Sicherheit werde inzwischen in Frage gestellt. Das Sicherheitskonzept der Anlage bleibt weitgehend geheim und soll mehrere Kontrollstufen umfassen. Rund um die Zufahrt ist unter anderem eine Schleuse vorgesehen, durch die Fahrzeuge kontrolliert in den unterirdischen Bereich gelangen.
Die UOJ berichtete zuvor, dass Priester Dragiša Jerkić in München über die christliche Berufung zur Vergebung predigte.