Interview mit Erzpriester Dimitri Ignatiew zur deutschen Sprache in der Orthodoxie
Der Vorsteher der ROKA-Gemeinden Bad Homburg und Frankfurt spricht über liturgische Übersetzungen, deutschsprachige Gottesdienste und die Herausforderungen orthodoxer Gemeinden im deutschsprachigen Raum
Der orthodoxe Medienkanal OrthMedien aus Krefeld hat auf seinem YouTube-Kanal ein Interview mit Erzpriester Dimitri Ignatiew, Vorsteher der Gemeinden Bad Homburg und Frankfurt der Russischen Orthodoxen Kirche im Ausland, veröffentlicht. Darin berichtet der Geistliche über seinen jahrzehntelangen Einsatz für die deutsche Sprache in Gottesdienst und Seelsorge sowie über die Entwicklung der deutschsprachigen Orthodoxie in Deutschland, Österreich und der Schweiz.
Das Gespräch wurde ursprünglich im März 2021 in der Wohnung von Erzpriester Dimitri Ignatiew in Bad Homburg mit Cornelia Hayes für die „Deutschsprachige Orthodoxie in Mitteleuropa – Gesellschaft zu Ehren des Heiligen Erzengels Michael, e.V.“ (DOM-Gesellschaft) aufgezeichnet. OrthMedien veröffentlichte das Interview am 30. Juli 2026 aufgrund des großen Interesses an der deutschsprachigen Orthodoxie mit Genehmigung der Gesellschaft erneut.
Im Mittelpunkt steht Erzpriester Dimitri Ignatiews Beitrag zur Übersetzung orthodoxer Gottesdienste. Er übertrug unter anderem die vollständigen Gottesdienste der ersten und letzten Woche der Großen Fastenzeit sowie die liturgischen Texte zum Fest der Geburt Christi ins Deutsche. Nach Angaben der DOM-Gesellschaft werden diese Übersetzungen heute von zahlreichen deutschsprachigen Priestern und Gläubigen verwendet.
Darüber hinaus schildert der Geistliche seine Erfahrungen mit der Einführung der deutschen Sprache in orthodoxen Gemeinden. Er spricht über Vorbehalte einzelner Priester gegenüber der Verwendung des Deutschen im Gottesdienst, über politische Spannungen, die das kirchliche Leben beeinflussen können, sowie über die in Frankfurt veranstalteten theologischen Seminare.
Ein weiteres Thema des Interviews sind die Herausforderungen eingewanderter orthodoxer Familien, ihre kulturelle und kirchliche Identität in der neuen Heimat zu bewahren. Die DOM-Gesellschaft würdigt Erzpriester Dimitri Ignatiews langjähriges Wirken als prägenden Beitrag zur deutschsprachigen Orthodoxie und bezeichnet die erneute Veröffentlichung des Gesprächs als besonderes Anliegen.
Die UOJ berichtete zuvor, dass Photisis TV den heiligen Athanasius den Großen als Verteidiger des Glaubens vorstellte.