Die Kirche gedenkt des heiligen Seraphim von Sarow

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Der heilige Seraphim von Sarow. Foto: öffentliche Quellen. Der heilige Seraphim von Sarow. Foto: öffentliche Quellen.

Der heilige Seraphim begann seinen asketischen Weg nach einer Pilgerreise zum Kiewer Höhlenkloster und dem Gebet an den Reliquien der dortigen Heiligen.

Am 1. August feiert die Orthodoxe Kirche die Auffindung der Reliquien des heiligen Seraphim von Sarow. An diesem Tag erinnern die Gläubigen an die feierliche Verherrlichung des Heiligen und die Erhebung seiner ehrwürdigen Reliquien, die 1903 unter großer Beteiligung von Pilgern stattfand.

Eine entscheidende Bedeutung für den geistlichen Weg des Heiligen, der vor seinem Eintritt ins Kloster Prochor Moschnin hieß, hatte seine Pilgerreise zum Kiewer Höhlenkloster. Als junger Mann machte er sich zu Fuß auf den Weg nach Kiew, um die Heiligtümer des alten Klosters zu verehren und den Rat erfahrener geistlicher Väter einzuholen.

In der Kitajew-Einsiedelei erkannte der geistliche Vater Dositheus den Willen Gottes für den jungen Mann und segnete ihn, das Mönchsleben in der Einsiedelei von Sarow zu beginnen. Das Gebet an den Reliquien der heiligen Antonios und Theodosios vom Kiewer Höhlenkloster bestärkte Prochor endgültig in seinem Entschluss, sein Leben ganz Gott zu weihen.

Das Leben des heiligen Seraphim in Sarow wurde zu einem Beispiel wahrer christlicher Askese. Er unterzog sich strengen geistlichen Prüfungen: Er lebte viele Jahre als Einsiedler in einem abgelegenen Wald, bewahrte drei Jahre lang vollkommenes Schweigen und verbrachte fünfzehn Jahre in Zurückgezogenheit.

Einen besonderen Platz in der kirchlichen Überlieferung nimmt sein tausendtägiges Gebet auf einem Granitblock ein. Mit zum Himmel erhobenen Händen betete der Heilige unablässig zu Gott.

Auch nach einem brutalen Überfall durch Räuber, die ihn mit dem Rücken einer Axt schwer am Kopf verletzten und ihm bleibende körperliche Schäden zufügten, bewies der heilige Seraphim außergewöhnliche christliche Demut. Er bestand darauf, dass seinen Angreifern vergeben und Gnade erwiesen werde.

Nachdem er die Gaben der geistlichen Einsicht und der Heilung empfangen hatte, nahm der Starze Tausende hilfesuchende Menschen auf. Jeden von ihnen begrüßte er mit den Worten: „Meine Freude! Christus ist auferstanden!“

Seinen geistlichen Schülern hinterließ der Heilige die Lehre, dass das wichtigste Ziel des christlichen Lebens im Erwerb des Heiligen Geistes Gottes besteht.

Der heilige Seraphim entschlief 1833 friedlich während des Gebets. Man fand ihn kniend in seiner Zelle. Beigesetzt wurde er in einem Sarg, den er lange vor seinem Tod eigenhändig angefertigt hatte.

Zuvor hatte die UOJ berichtet, dass eine neue Ausgabe des Magazins „Der Bote“ der Deutschen Diözese erschienen ist.

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