Ehemaliger Freimaurertempel in Ohio wird nach Exorzismus katholische Kirche
Das St. Joseph College erwarb das historische Gebäude, um dort eine Kapelle einzurichten und es als kulturelles Zentrum der Stadt zurückzugeben.
Das katholische St. Joseph the Worker College in der amerikanischen Stadt Steubenville (Bundesstaat Ohio) hat seine Absicht bekanntgegeben, das historische Gebäude eines Freimaurertempels zu erwerben, darauf einen Exorzismus durchzuführen und es in ein katholisches Heiligtum zu verwandeln. Darüber berichtet LifeSiteNews.
Wie das College mitteilte, wird die Freimaurerloge das Gebäude im November 2026 nach beinahe hundertjähriger Nutzung verlassen. Danach geht der Komplex in das Eigentum der Bildungseinrichtung über.
„Wir werden dieses Gebäude erwerben, über ihm den Exorzismus vollziehen und es der Stadt als Heiligtum, Ort der Begegnung und kulturelles Zentrum zurückgeben“, heißt es in der Erklärung des Colleges.
Im Gebäude ist geplant, eine Kapelle mit erstklassigen Reliquien und einer Kopie des Turiner Grabtuches unterzubringen. Außerdem wird der frühere Saal des Freimaurertempels mit 500 Plätzen zu einer öffentlichen Plattform für Konzerte, Vorlesungen, Literaturfestivals sowie weitere kulturelle Veranstaltungen.
Der Präsident des Colleges, Jacob Imam, erklärte, dass die Einwohner der Stadt einen Raum brauchten, der die Menschen einen könne.
„Unsere Studenten werden dieses Gebäude mit eigenen Händen wiederherstellen. Das ist kein Werbeslogan zum Spendensammeln – es ist Teil des Lehrplans“, betonte er.
Für die Umsetzung des Projekts beabsichtigt das College, bis Januar 2027 etwa 4 Millionen Dollar zu sammeln.
Das St. Joseph the Worker College wurde 2024 eröffnet. Die Besonderheit der Bildungseinrichtung liegt darin, dass die Studenten gleichzeitig eine geisteswissenschaftliche Ausbildung erhalten und handwerkliche Berufe erlernen – Schreiner, Elektriker, Installateur oder Fachmann für Heizungs- und Lüftungssysteme – und das Studium ohne Kreditschulden abschließen.
Das Projekt erhielt die Unterstützung einer Reihe namhafter Vertreter der katholischen Kirche, darunter Kardinal Raymond Burke und des Bibelwissenschaftlers Scott Hahn.
Zuvor hatte die UOJ berichtet, dass die ukrainische SOK-Gemeinde in Bosnien das Fest des heiligen Wladimir gefeiert hatte.