Behörden des Irak erklärten die Rückkehr der Christen zur nationalen Priorität

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Der irakische Premierminister und der chaldäische Patriarch Mar Paul III. Nona. Foto: Pressebüro des irakischen Premierministers Der irakische Premierminister und der chaldäische Patriarch Mar Paul III. Nona. Foto: Pressebüro des irakischen Premierministers

Die irakische Regierung versprach, den zurückgekehrten Christen Land für den Wohnungsbau zur Verfügung zu stellen.

Der Premierminister des Irak, Ali Falih al-Zaidi, rief die christliche Diaspora zur Rückkehr in die Heimat auf, um den Staat wiederaufzubauen. Die Regierung erklärte die Unterstützung der Rückkehrer zur vorrangigen Aufgabe und sicherte den Familien Baugrundstücke für Wohnhäuser zu. Darüber berichtete die ukrainische Redaktion der UOJ.

Bei einem Treffen mit dem chaldäischen Patriarchen Paul III. Nona am 11. Juli 2026 unterstrich der Regierungschef, dass die Rückkehr der zur Ausreise gezwungenen Bürger ein Schlüsselfaktor für die Stabilität sei. Die Behörden erklärten sich bereit, den Christen im Rahmen der nationalen Initiative zur Bereitstellung von einer Million Grundstücken für den Wohnungsbau ein Anrecht auf Land zu gewähren.

Nach den Worten al-Zaidis besteht die Stärke des Irak in seiner ethnischen und religiösen Vielfalt, und die Christen seien ein wichtiger Partner beim Aufbau der Zukunft des Landes. Der Premierminister schlug zudem christlichen Unternehmern vor, in die Entwicklung des Gesundheits- und Bildungswesens zu investieren.

Patriarch Paul III. Nona begrüßte die Initiative und merkte an, dass sie ein wichtiges Signal an die Gläubigen in der Diaspora sende und deren Vertrauen zum Land stärke.

Erzbischof Nikodim Daud Sharaf von der Syrisch-Orthodoxen Kirche seinerseits unterstrich, dass die Appelle der Behörden ohne die Beseitigung der tiefgreifenden Ursachen der Auswanderung keine Wirkung zeigen würden. Er erinnerte an die systematische Marginalisierung der Christen, das Fehlen einer echten politischen Vertretung im Parlament sowie den Mangel an Arbeitsplätzen. Er rief die Regierung dazu auf, den entschlossenen Kampf gegen die Korruption fortzusetzen, um das Vertrauen der Bürger zurückzugewinnen.

Zuvor hatte die UOJ berichtet, dass ein Gericht in Pakistan den christlichen Eltern ihre von Muslimen entführte Tochter nicht zurückgegeben hatte.

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