„Bereitet euch auf den geistlichen Kampf vor, nicht auf emotionalen Trost!“

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Bischof Irenei von London und Westeuropa rief am Fest der Heiligen Apostel Petrus und Paulus in Luxemburg zu einem konsequenten christlichen Leben nach dem Vorbild der Apostelfürsten auf. Archivfoto: Diözese Bischof Irenei von London und Westeuropa rief am Fest der Heiligen Apostel Petrus und Paulus in Luxemburg zu einem konsequenten christlichen Leben nach dem Vorbild der Apostelfürsten auf. Archivfoto: Diözese

ROKA-Bischof Irenei predigte in Luxemburg zum Fest der Heiligen Apostel Petrus und Paulus über Opferbereitschaft und christliches Zeugnis in der modernen Welt

Am Fest der Heiligen Apostel Petrus und Paulus hat Bischof Irenei von London und Westeuropa der Russischen Orthodoxen Kirche im Ausland (ROKA) am 12. Juli 2026 in der Peter-und-Paul-Gemeinde in Luxemburg die Gläubigen zu einem konsequenten christlichen Leben aufgerufen. In seiner Predigt stellte er die Apostel Petrus und Paulus als Vorbilder für Glauben, Mission und Leidensbereitschaft heraus und warnte vor einem Christentum ohne Opfer und Kreuz. Die Diözese veröffentlichte die Predigt auf ihrer Webseite.

Zu Beginn seiner Predigt würdigte der Bischof die Apostelfürsten als „Säulen der Orthodoxie“, „Grundsteine der Kirche“ und „allgepriesene Vorbilder missionarischen Eifers“. Die Gemeinde in Luxemburg feiere mit ihrem Patronatsfest nicht nur einen der höchsten Feiertage des Kirchenjahres, sondern ihr „zweites Osterfest“ und den geistlichen Mittelpunkt des Gemeindelebens. Er betete, die Heiligen Petrus und Paulus mögen die Gemeinde „mit dem Eifer liebender Väter behüten“ und sie „im wahren Glauben mit Integrität, Mitgefühl und der steten Sehnsucht leiten, Christus, unserem Gott, immer näher zu kommen“.

Im Mittelpunkt der Predigt stand der Vergleich zwischen der Zeit der Apostel und der Gegenwart. Petrus und Paulus hätten in einer Welt gelebt, in der Christen Verachtung, Verfolgung und Feindschaft ausgesetzt gewesen seien und der Glaube gegen Irrlehren und Heidentum habe verteidigt werden müssen. Bischof Irenei fragte: „Beschreibt es nicht auch unsere heutige Welt?“ Viele geistliche Herausforderungen seien trotz der vergangenen zwei Jahrtausende dieselben geblieben. Zwar erkenne er positive Entwicklungen wie das Wachstum der Kirche und eine zunehmende Hinwendung junger Menschen zum Glauben, zugleich bleibe die moderne Gesellschaft von den „falschen Versprechungen“ des Säkularismus geprägt.

Als größte Schwäche der heutigen Christen bezeichnete Bischof Irenei den nachlassenden Opfergeist. „Allzu oft wünscht sich der Mensch in dieser Generation das Leben der Heiligen ohne deren Kämpfe; er begehrt die Freuden der Auferstehung ohne die Schmerzen des Kreuzes“, sagte er. Viele wollten Christen genannt werden, ohne sich wirklich mit dem „selbstlosen, hingegebenen, kreuztragenden Christus“ zu vereinen. Deshalb erinnerten die Apostel die Gläubigen bis heute eindringlich: „Nehmt euer Kreuz auf euch! Sucht den Kampf, flieht nicht davor!“ Zugleich mahnte Bischof Irenei: „Bereitet euch auf den geistlichen Kampf vor, nicht auf emotionalen Trost!“ Wahres christliches Leben bedeute, den Herausforderungen des Glaubens nicht auszuweichen, sondern sich im Vertrauen auf Christus den geistlichen Kämpfen zu stellen.

Zum Abschluss rief Bischof Irenei dazu auf, sich wie Petrus und Paulus vorbehaltlos Gott hinzugeben. Die Apostel hätten Arbeit, Mühen, Reisen, Verbannung, Gefängnis und schließlich das Martyrium auf sich genommen, um Christus nachzufolgen. „Sie verstanden, dass die Gnade ein frei geschenktes Geschenk ist, doch die Überwindung der Leidenschaften im Herzen hat ihren Preis“, betonte er. Die Stimmen der Apostel riefen die Christen aller Zeiten dazu auf, „aufzustehen und ganz für unseren Gott zu leben“, das eigene Herz und Leben hinzugeben und so das wahre Leben in Christus zu empfangen.

Die UOJ berichtete zuvor, dass der türkische Kulturminister die Hagia Sophia als „Symbol des Untergangs“ bezeichnete.

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