Busfahrer in Landshut unterbrach Linienfahrt für Gebet Richtung Mekka
Mehrminütige Verzögerung auf der Linie in Ergolding – Verkehrsbetrieb betonte Religionsfreiheit, sah aber Unterbrechung des Fahrdienstes kritisch
Ein Busfahrer der Stadtwerke Landshut hat während einer Linienfahrt einen ungeplanten Halt eingelegt, um ein Gebet zu verrichten. Die Fahrt verzögerte sich dadurch um mehrere Minuten. Der Vorfall ereignete sich an einer Haltestelle in Ergolding und wird von den Stadtwerken geprüft, wie der Fernsehsender Sat.1 Bayern am 6. Juli 2026 berichtete.
Nach dem Bericht hielt der Fahrer den voll besetzten Bus an, begab sich in den hinteren Bereich des Fahrzeugs, rollte einen Gebetsteppich aus und betete in Richtung Mekka. Währenddessen mussten die Fahrgäste im Bus warten. Einige Fahrgäste zeigten sich dem Bericht zufolge überrascht und verunsichert.
Die Stadtwerke Landshut betonten, dass das Grundrecht auf Religionsfreiheit selbstverständlich gelte. Gleichzeitig dürfe der reguläre Fahrbetrieb jedoch nicht für persönliche Gebete unterbrochen werden. Ob der Vorfall arbeitsrechtliche Konsequenzen für den Fahrer haben wird, ist nach Angaben des Unternehmens derzeit noch offen.
Die UOJ berichtete zuvor, dass der türkische Kulturminister die Hagia Sophia als „Symbol des Untergangs“ bezeichnete.