Treffen in Triest: Bischof Andrej beriet sich mit Klerus aus Italien und Malta

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Bischof Andrej (M.) beim Treffen mit Geistlichen in Triest; auch die Geschichte des serbischen Flüchtlingslagers von Eboli wurde thematisiert. Foto: Diözese Bischof Andrej (M.) beim Treffen mit Geistlichen in Triest; auch die Geschichte des serbischen Flüchtlingslagers von Eboli wurde thematisiert. Foto: Diözese

Seelsorge, pastorale Perspektiven und Umgang mit sterblichen Überresten im historischen Kontext eines serbischen Flüchtlingslagers in Süditalien im Mittelpunkt

Der serbisch-orthodoxe Bischof Andrej von der Schweiz, Italien und Malta hat am 15. Juni 2026 die Geistlichen des Vikariats für Italien und Malta zu einem brüderlichen Treffen in der serbisch-orthodoxen Kirchengemeinde in Triest empfangen. Im Fokus standen seelsorgliche Fragen sowie die weitere Entwicklung der kirchlichen Arbeit in der Region. Darüber berichtete der Bischof auf seiner Facebook-Seite.

Im Zentrum der Beratungen stand insbesondere der Umgang mit 93 sterblichen Überresten serbischer Herkunft, die aus dem Weltkriegs-Flüchtlingslager in Eboli stammen und von Bari nach Triest überführt wurden. Darüber hinaus wurden die bisherige pastorale Tätigkeit in den Gemeinden Italiens und Maltas sowie künftige Perspektiven in geistlicher, missionarischer und akademischer Hinsicht erörtert.

Bischof Andrej betonte die Bedeutung der Katholizität der Kirche, der gemeinsamen Verantwortung und der Fürsorge für die Gläubigen. Er ermutigte die anwesenden Priester, ihren Dienst engagiert fortzusetzen und die kirchliche Präsenz in der Diaspora weiter zu stärken.

Am Abend hielt der Bischof einen Vortrag über das Flüchtlingslager in Eboli, in dem sich auch sein Vater, der selige Erzpriester Staurophoros Dobrivoje Ćilerdžić, unter rund 14.000 serbischen Flüchtlingen befand. Das Lager gehörte zu den größten Displaced-Persons-Camps in Süditalien und bestand vor allem in den Jahren 1945 bis 1947. Es wurde von den Alliierten eingerichtet und diente vor allem als Auffanglager für Angehörige der Königlichen Jugoslawischen Armee und ihre Familien, die vor dem kommunistischen Regime unter Tito geflohen waren.

Die UOJ berichtete zuvor, dass erstmals seit 40 Jahren in Norwegen wieder ein „Marsch für das Leben“ stattfand.

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