Vorsteher der Lawra kommentierte den Beschuss der Mariä-Entschlafens-Kathedrale
Metropolit Pawel nannte den Beschuss der Kathedrale ein Werk des Teufels und brachte die Tragödie mit dem „Gräuel der Verwüstung“ in Verbindung, der nach der Vertreibung der UOK in den Kirchen eingezogen sei.
Am 15. Juni 2026 nannte der Vorsteher des Kiewer Höhlenklosters, Metropolit Pawel (Lebed), die Zerstörung der Mariä-Entschlafens-Kathedrale ein „großes Leid“ für die gesamte orthodoxe Kirche. Der Hierarch der UOK trat mit einem Appell hervor, in dem er unterstrich, dass hinter der physischen Zerstörung der Mauern eine geistliche Katastrophe stehe.
„Es ist ein Leid, wenn Ortskirchen zerstört werden.“ Menschen, die meinen, sie selbst täten dies – in Wahrheit tut es der Teufel, der Christus, Seine Kirche und die gläubigen Menschen bis zu einer bestimmten Zeit verlassen hat“, erklärte der Metropolit.
Der Vorsteher rief in Erinnerung, dass die im Jahr 2000 wiederhergestellte Kirche heute nicht nur aufgrund der Beschüsse, sondern auch aufgrund des Verhaltens der neuen Besitzer eine tragische Zeit durchmache. „In den Kirchen wird getanzt, es werden allerlei unschickliche Clips gedreht, es wird gebraten und gedünstet – anstelle des Gebets, anstelle dessen, dass die einende göttliche Kraft darin weilt“, prangerte der Metropolit die systematische Entweihung des Klosters an.
Er fügte hinzu, dass heute fremde Personen und Frauen den Altarraum beträten und über die Geistlichen offen gespottet würden. „Heute herrschen Leere, Gräuel und Verwüstung“, unterstrich der Hierarch.
Nach den Worten des Metropoliten sind die gegenwärtigen Verfolgungen der UOK ihrer Treue gegenüber den Kanonen geschuldet. „Wir sind heute die verfolgte, gehasste Kirche in der Ukraine. Warum? Weil wir die Einheit der allumfassenden orthodoxen Kirche bewahren“, erklärte er.
Der Vorsteher rief die Bruderschaft des Klosters auf, nicht den Mut zu verlieren und dem Druck nicht nachzugeben: „Betet, geht nirgendwohin, weicht nicht von der Stelle. Und vergebt jenen Menschen, die das Bild Gottes verloren haben.“
Zuvor hatte die UOJ berichtet, dass der Vorsteher der Estnischen Kirche ein Schreiben der Unterstützung an Metropolit Onufrij gerichtet hatte.