Metropolit Grigorije kündigte Wiedereröffnung des Kloster Himmelsthür an
In einem Interview betonte er die Bedeutung für Diaspora und Kirche – Integration unter dem Dach der Orthodoxie
Der serbisch-orthodoxe Metropolit Grigorije von Düsseldorf und Deutschland hat die Wiedereröffnung des renovierten Klosters Himmelsthür in Hildesheim angekündigt und dessen Bedeutung für die serbisch-orthodoxe Diaspora in Deutschland hervorgehoben. In einem Interview mit dem serbischen Portal Rasejanje.info, das am 9. Juni 2026 vollständig auf der Webseite der deutschen Eparchie veröffentlicht wurde, betonte er zugleich das große Potenzial der Gemeinschaft.
Metropolit Grigorije beschreibt die serbische Diaspora in Deutschland als „Schlüssel zur Zukunft“ und betont ihr enormes, bislang nicht vollständig genutztes Potenzial auch für das Heimatland der Serben, wohin man zwar Geld schicke, aber kaum gesellschaftlichen Einfluss habe. Die Gemeinschaft in Deutschland sei vielfältig und wachse qualitativ, insbesondere durch gut ausgebildete jüngere Generationen. Das Gastarbeiter-Etikett habe man längst abgelegt.
Zentrale Herausforderung bleibt das Zusammenführen unterschiedlicher Generationen und Herkunftsgruppen. Die Kirche fungiert dabei als wichtigster verbindender Faktor – nicht nur religiös, sondern auch als Ort von Sprache, Begegnung und Identität.
Das serbisch-orthodoxe Kloster Himmelsthür in Hildesheim soll nach seiner umfassenden Renovierung am 3. Oktober wiedereröffnet werden. Es ist als geistliches Zentrum und sichtbares Zeichen der Orthodoxie gedacht und soll zugleich Raum für Begegnung mit der deutschen Gesellschaft bieten.
Die UOJ berichtete zuvor, dass in der russisch-orthodoxen Gemeinde in Hamburg ein Vortrag zu den Ursprüngen der Kreuzzüge stattfinden wird.