Patriarch Daniel: Die Einheit der Kirche wurzelt in der Heiligkeit

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Patriarch Daniel betonte in seiner Predigt die Einheit der Kirche als Gemeinschaft der Heiligen in Liebe und Glauben. Foto: Patriarchat Patriarch Daniel betonte in seiner Predigt die Einheit der Kirche als Gemeinschaft der Heiligen in Liebe und Glauben. Foto: Patriarchat

Predigt zum Allerheiligen-Sonntag betonte Gemeinschaft der Heiligen als Wesensmerkmal der Kirche

Der rumänisch-orthodoxe Patriarch Daniel hat am Allerheiligen-Sonntag (7. Juni 2026) die untrennbare Verbindung von Heiligkeit und kirchlicher Einheit hervorgehoben. In seiner Predigt in der Patriarchenresidenz in Bukarest erklärte er, dass sich die Einheit der Kirche vor allem in der Gemeinschaft der Heiligen durch die Jahrhunderte zeige. Darüber berichtete das Patriarchat auf seiner Webseite.

Patriarch Daniel betonte, dass die Kirche den Allerheiligensonntag bewusst eingeführt habe, um die enge Beziehung zwischen Heiligkeit und Gemeinschaft sichtbar zu machen. Die Heiligen seien trotz aller Unterschiede in Herkunft, Zeit, sozialem Stand oder Geschlecht durch denselben orthodoxen Glauben und die gleiche göttliche Gnade miteinander verbunden. Ihre Gemeinschaft sei Ausdruck der lebendigen Einheit der Kirche.

Zugleich verwies der Patriarch auf das Glaubensbekenntnis, in dem die Einheit der Kirche unmittelbar mit ihrer Heiligkeit verknüpft sei. Diese Verbindung habe ihren Ursprung in Gott selbst: Die Heiligkeit Gottes bestehe in vollkommener Liebe, die sich als ewige Gemeinschaft der Heiligen Dreifaltigkeit offenbare. Einheit entstehe daher nicht aus Abgrenzung oder Isolation, sondern aus liebender Gemeinschaft.

Der Hierarch unterstrich weiter, dass wahre Einheit und Heiligkeit nicht durch Egoismus, Stolz oder Machtstreben erreicht werden könnten. Vielmehr wachse die Einheit der Kirche aus demütiger und großzügiger Liebe. Der Allerheiligensonntag offenbare somit das Geheimnis einer in Heiligkeit gelebten kirchlichen Gemeinschaft.

Abschließend deutete der Geistliche die Nachfolge Christi als den „größten Schatz“: Wer irdischen Besitz zurücklasse und Christus nachfolge, empfange einen unvergänglichen Reichtum – die lebendige Gegenwart Christi im eigenen Leben. Diese werde als geistlicher Schatz bewahrt und vollende sich in der ewigen Gemeinschaft mit Gott und allen Heiligen.

Die UOJ berichtete zuvor, dass ein neuer Abt im Kloster von Paleokastritissa auf Korfu inthronisiert wurde.

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