Metropolit Grigorije traf Metropolit Onufrij in Kyjiw
Der Düsseldorfer Metropolit bezeichnete die Begegnung mit dem Metropoliten von Kyjiw als geistlich tiefgehendes Ereignis.
Am 7. August traf sich Metropolit Grigorije von Düsseldorf und Deutschland, Hierarch der Serbischen Orthodoxen Kirche, in Kyjiw mit Metropolit Onufrij, dem Vorsteher der Ukrainischen Orthodoxen Kirche (UOK). Nach Angaben des Metropoliten dauerte das persönliche Gespräch rund fünf Stunden und fand in einer Atmosphäre brüderlicher Liebe, gegenseitigen Vertrauens und geistlichen Austauschs statt. Darüber berichtete Metropolit Grigorije auf Instagram.
In einem anschließend veröffentlichten Beitrag schilderte Bischof Grigorije die Begegnung in sehr persönlichen Worten. Er habe den Eindruck gehabt, „als würde ich meine Seele einem Heiligen übergeben“. Die weite Reise nach Kiew hat dadurch ihren eigentlichen Sinn erhalten. „Heilige Menschen sind es wert, gesucht zu werden – selbst wenn man dafür um die ganze Welt reisen muss“, schrieb der Bischof.
Dem Treffen kommt auch vor dem Hintergrund der aktuellen Lage der Ukrainischen Orthodoxen Kirche besondere Bedeutung zu. Die Kirche um Metropolit Onufrij steht seit mehreren Jahren unter erheblichem staatlichem und gesellschaftlichem Druck. Vor diesem Hintergrund wird der Besuch des Düsseldorfer Bischofs von vielen Gläubigen als Ausdruck der Solidarität und der brüderlichen Verbundenheit mit Metropolit Onufrij und seiner Kirche verstanden.
Bischof Grigorije zählt zu den bekanntesten Hierarchen der Serbischen Orthodoxen Kirche. Seit 2018 leitet er die Diözese Düsseldorf und Deutschland und gehört zu den prägenden orthodoxen Stimmen im deutschsprachigen Raum. Sein Besuch in Kiew unterstreicht zugleich die engen geistlichen Beziehungen zwischen der Serbischen Orthodoxen Kirche und der Ukrainischen Orthodoxen Kirche.
Zuvor hatte die UOJ berichtet, dass eine Kölner Jugendgruppe den Archimandriten Gabriel auf einer Pilgerreise besucht hatte.