Patriarch Daniel: „Der Glaube muss durch Gebet und Fasten gestärkt werden“
Rumänisch-orthodoxes Kirchenoberhaupt hob die Bedeutung eines lebendigen Glaubens hervor.
Der rumänisch-orthodoxe Patriarch Daniel hat am Sonntag (9. August 2026) in der historischen Georgskapelle der Patriarchalischen Residenz in Bukarest über das Evangelium des zehnten Sonntags nach Pfingsten (Mt 17,14–23) gepredigt. Dabei betonte er, dass ein starker Glaube nur durch beharrliches Gebet und Fasten wachsen könne, wie das Patriarchat auf seiner Webseite berichtete.
In seiner Auslegung stellte Patriarch Daniel den beharrlichen Glauben des Vaters des kranken Jungen dem unzureichenden Glauben der Jünger gegenüber. Das Evangelium zeige, wie wichtig das Gebet der Eltern für ihre Kinder sei und dass der Glaube mehr sein müsse als eine bloße Überzeugung. „Der Glaube muss durch Gebet und Fasten stets gepflegt, gestärkt und vertieft werden“, sagte das Kirchenoberhaupt. Nur so werde er „zur lebendigen Verbindung des Menschen mit dem unsichtbaren, aber barmherzigen Gott“.
Zum Abschluss hob Patriarch Daniel hervor, dass sich der kirchliche Auftrag nicht auf das liturgische Leben beschränke. Das Gebet für Kranke werde durch sozial-philanthropisches Engagement ergänzt, etwa in medizinischen Einrichtungen der Kirche. Ärzte und Seelsorger wirkten dabei gemeinsam, damit „die heilende Kraft des Herrn Jesus Christus als Werk seiner barmherzigen Liebe in der Kirche und in der Gesellschaft sichtbar werde“.
Die UOJ berichtete zuvor, dass die Orthodoxe Theologische Fernschule erstmals einen Ausbildungsgang für angehende Geistliche startet.