Römisch-katholischer Bischof ruft zur Mission unter Muslimen auf
Ein katholischer Bischof erklärte, dass die Aufnahme muslimischer Migranten in Europa von einer offenen Verkündigung des Evangeliums und vom Zeugnis für Christus begleitet werden müsse.
Am 29. Mai rief der Bischof der Römisch-Katholischen Kirche, Antonio Suetta, die Katholiken dazu auf, das Christentum aktiv unter in Europa lebenden Muslimen zu verkünden, berichtet European Conservative.
In einem pastoralen Schreiben, das zum Pfingstfest veröffentlicht wurde, erklärte der Leiter der Diözese Ventimiglia-Sanremo, dass die Aufnahme muslimischer Migranten mit einem offenen Zeugnis für Christus verbunden sein müsse. Christen dürften ihren Glauben angesichts der Migrationsprozesse und der zunehmenden Säkularisierung der europäischen Gesellschaft nicht verbergen.
Bischof Suetta betonte, dass die Aufgabe der Kirche darin bestehe, allen Völkern das Evangelium zu verkünden. Zugleich erklärte er, dass Christentum und Islam zwar gewisse gemeinsame moralische Werte teilten, jedoch die Natur Gottes und den Weg des menschlichen Heils unterschiedlich verstünden.
Suetta warnte außerdem davor, aus Angst, Vertreter anderer Religionen zu beleidigen, auf missionarische Tätigkeit zu verzichten. Ein bloß friedliches Zusammenleben sei nicht ausreichend, wenn Christen aufhörten, das weiterzugeben, was sie als Wahrheit des Evangeliums betrachteten.
Gleichzeitig hob der Bischof hervor, dass die Hinwendung zum Glauben nicht mit Zwang verbunden sein dürfe. Er rief dazu auf, den Dialog mit Muslimen durch respektvolle Begegnungen, Wohltätigkeit, Gebet und das persönliche Beispiel eines christlichen Lebens zu führen. Darüber hinaus kündigte die Diözese Ventimiglia-Sanremo Programme zur Vertiefung des Wissens über den Islam und zur Stärkung der katholischen Identität der Gläubigen an.
Zuvor hatte die UOJ berichtet, dass die Orthodoxe Kirche den Tag des Heiligen Geistes feiert.