Bischof von Pemba dankte Muslimen für Solidarität nach Angriff auf Kirche in Mosambik
Nach dem Anschlag auf eine katholische Kirche in Cabo Delgado verurteilten muslimische Vertreter die Gewalt gegen Christen und religiöse Einrichtungen.
Nach dem Angriff auf die katholische Pfarrei St. Louis de Montfort im Norden Mosambiks am 30. April hat der Bischof der Diözese Pemba, António Juliasse Ferreira Sandramo, muslimischen Vertretern für ihre Solidarität gedankt. Diese hatten die jüngsten Angriffe in der Provinz Cabo Delgado öffentlich verurteilt und ihre Besorgnis über die Gewalt gegen die Zivilbevölkerung sowie die Zerstörung religiöser Orte zum Ausdruck gebracht, wie Vatican News berichtete.
Der Bischof bezeichnete die Erklärung als „Zeichen der Hoffnung“ und als Ausdruck menschlicher Brüderlichkeit. Zugleich betonte er, dass zwischen dem Islam als Religion und jenen Gruppen unterschieden werden müsse, die die Religion für Hass, Gewalt und Zerstörung missbrauchten. Über die Stellungnahme berichtete das katholische Hilfswerk Aid to the Church in Need.
Der Anschlag auf die Pfarrei in Meza ereignete sich Ende April. Dabei wurden die Kirche, das Pfarrhaus sowie weitere Gebäude, darunter ein Kindergarten, in Brand gesetzt. Die Diözese Pemba erklärte, dass seit Beginn der islamistischen Gewalt im Jahr 2017 bereits mindestens 118 Kirchen und Kapellen in der Region zerstört worden seien. Nach lokalen Angaben kamen im Konflikt bislang mehr als 6.300 Menschen ums Leben, und über eine Million Menschen wurden vertrieben.
Zuvor hatte die UOJ berichtet, dass eine orthodoxe Stiftung in den USA Fördermittel für Missions- und Sozialprojekte vergibt.