Gottesdienst für Gesundheitsberufe: Patriarch Daniil würdigte Dienst am Leben
Zum Tag der Pflegekräfte hob der bulgarisch-orthodoxe Patriarch die geistliche Dimension medizinischer Arbeit hervor
Zum Internationalen Tag der Pflegekräfte (12. Mai 2026) hat der bulgarisch-orthodoxe Patriarch Daniil in der Patriarchalkathedrale „Hl. Alexander Newski“ in Sofia einen Gebetsgottesdienst für Beschäftigte im Gesundheitswesen gefeiert und deren Dienst als geistliche Berufung gewürdigt. Darüber berichtete das Patriarchat auf seiner Webseite.
In seinen Worten vor Beginn der Feier bezeichnete Patriarch Daniil Pflegekräfte, Ordensangehörige und Ärzte als diejenigen, die „an vorderster Front im Kampf gegen menschliches Leid und Schmerz“ stehen. Eine erfolgreiche Behandlung gründet, so der Patriarch, nicht allein auf medizinischem Wissen, sondern wesentlich auf Menschlichkeit, Glauben und aufopfernder Zuwendung zum leidenden Menschen.
Während des Gottesdienstes betete er um eine Stärkung für alle in der Pflege und Medizin Tätigen und unterstrich deren besondere Verantwortung: Ärzte seien „Mitarbeiter Gottes“, der selbst als Arzt von Seele und Leib wirke. Damit stellte Patriarch Daniil die Gesundheitsberufe ausdrücklich in einen geistlichen Zusammenhang und würdigte ihren Einsatz als Dienst am Leben.
In seiner abschließenden Ansprache betonte der Patriarch die untrennbare Verbindung von Glauben und ärztlicher Berufung. Zugleich äußerte er sich kritisch zur Sterbehilfe und erklärte, assistierter Suizid sei aus orthodoxer Sicht nicht mit dem christlichen Verständnis von Leben und Leiden vereinbar. Selbst schweres Leid habe im Glauben einen Sinn, verwies Patriarch Daniil unter Hinweis auf das Vorbild Christi.
Der Gottesdienst, der seit einem Beschluss der Heiligen Synode von 2024 jährlich begonnen wird, versammelt zahlreiche Vertreter des Gesundheitswesens. Die Initiative gilt als Zeichen der geistlichen Unterstützung angesichts wachsender Herausforderungen wie Personalmangel und sinkendem Interesse am Pflegeberuf.
Die UOJ berichtete zuvor, dass in Belgrad der Gedenktag der Verbrennung der Reliquien des heiligen Sava von Serbien gefeiert wurde.