Erzpriester Dionisij Idavajn: „Der Herr nimmt schon den Versuch als Gebet an“

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Erzpriester Dionisij Idavajn (links mit Erzpriester Sergey Baburin) predigte in Hamburg. Archivfoto: Gemeinde Erzpriester Dionisij Idavajn (links mit Erzpriester Sergey Baburin) predigte in Hamburg. Archivfoto: Gemeinde

Predigt über Buße, Umkehr und die heilige Maria von Ägypten in der russisch-orthodoxen Gemeinde Hamburg

In seiner Predigt am 25. März 2026 in der russisch-orthodoxen Gemeinde des Heiligen Johannes von Kronstadt in Hamburg hat Erzpriester Dionisij Idavajn die Gläubigen zur Ausdauer im Gebet, zur echten Umkehr und zur Hoffnung auf Gottes Barmherzigkeit ermutigt. Im Mittelpunkt seiner Worte stand das Leben der heiligen Maria von Ägypten als Beispiel für Reue und geistliche Erneuerung. Die Gemeinde veröffentlichte die Predigt ihrem Telegram-Kanal.

Erzpriester Dionisij Idavajn sprach über die Mühe des langen Gottesdienstes und die Erfahrung vieler Gläubiger, dass das Gebet oft von Zerstreuung begleitet sei. Dennoch sei gerade der Versuch zu beten wichtig, auch wenn das Herz kalt bleibe oder die Gedanken abschweiften. Gott nehme bereits den Versuch als Gebet an, da er die Schwäche des Menschen kenne und vor allem auf das Herz schaue.

Weiter erklärte der Prediger, dass Buße nicht nur aus Worten bestehe, sondern eine echte Veränderung des Lebens bedeute. Die Fastenzeit sei eine von Gott geschenkte Zeit der Umkehr. Schon kleine Veränderungen oder das treue Einhalten des Fastens seien vor Gott nicht gering. Ziel sei es, mit innerer Vorbereitung das Osterfest zu erreichen und die Auferstehung Christi zu feiern.

Ausführlich ging der Erzpriester auf das Leben der heiligen Maria von Ägypten ein, die zunächst ein schwer sündiges Leben geführt habe, dann aber nach einer geistlichen Erschütterung in Jerusalem ihr Leben radikal änderte, in der Wüste Buße tat und zur Heiligen wurde. Ihr Leben zeige, wie tief ein Mensch fallen könne und wie groß zugleich Gottes Barmherzigkeit sei. Die Kirche erinnere an ihr Beispiel, um die Gläubigen zur Hoffnung und zum Aufstehen nach dem Fall zu ermutigen.

Abschließend erinnerte der Priester daran, dass jede Teilnahme an der Kommunion ein Zeichen von Gottes Erbarmen sei, und lud die Gläubigen zur Liturgie der vorgeweihten Gaben ein. Ziel des geistlichen Lebens sei es, das Reich Gottes zu erwerben – eine Wirklichkeit, die schon im gegenwärtigen Leben beginnen könne.

Die UOJ berichtete zuvor, dass Erzpriester Matthias Zierenberg in Limburg predigte: „Die Fastenzeit ist der entscheidende Moment unserer Ausbildung.“

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